länger gedauert, als von mir erwartet. Ursprünglich hatte ich eigentlich mit gar keinen Nebenwirkungen zur Vorsorgeimpfung gerechnet . Offenbar scheint die Minigrippe abzuklingen. Trotz teilweiser Computerabstinenz, drangen die aktuellen Tagesmeldungen via WWW und TV in unsere Stube.-
Sicher habe ich überlegt, auch meinen Senf zum Abstimmungssonntag hier in der Schweiz abzugeben. Das erspare ich mir und beginne heute lieber mit der Einleitung eines Artikels auf Spiegel Online: "Populisten sagen es so: Nur Volksentscheide bilden die wahren Mehrheiten im Land ab. Doch bei einem solchen Votum gewinnt, wer am meisten in die Stimmungsmache investieren kann. Das Resultat ist gekaufte Politik - und weniger Demokratie!". Was mich zu einem anderen Thema bringt, welches zwar nicht unmittelbar die Schweiz betrifft, mich aber als gläubiger Christ und Familienvater doch leicht aus der Spur bringt. Das hat sicher nichts mit den jüngsten Schneefällen zu tun, sondern eher mit der scheinheiligen Politik der verantwortlichen Kirchenoberen im grossen Nachbarkanton.
Karlsruhe hat sein Urteil gesprochen
In ihren Verfassungsbeschwerden sprachen die Kirchen von einem Verstoß gegen den vom Grundgesetz garantierten Schutz der Arbeitsruhe und Erholung am Sonntag in Deutschland. (Anm. IM: kann das ebenso nicht auch montags oder freitags sein?) In der mündlichen Verhandlung im Juni hatten sie zudem geltend gemacht, auch das Recht auf ungestörte Religionsausübung sei von den zahlreichen Sonntagsöffnungen tangiert. Das Verfassungsgericht stellt den Menschen vor das Profitinteresse. Sonn- und Feiertage seien als "Tage der Arbeitsruhe" aus religiösen Gründen, aber auch zur persönlichen Erholung der Arbeitnehmer und ihrer Teilhabe am sozialen Leben geschützt, urteilten die Richter am Dienstag und gaben damit den Verfassungsbeschwerden der evangelischen und der katholischen Kirche statt. Die bisherige Regelung soll aber übergangsweise noch bis zum Jahresende in Kraft bleiben. Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin sind verfassungswidrig.
Nun ja – was soll man dazu sagen. Fast 40 Jahre meines Berufslebens (Hotelbranche)kannte ich keine Sonn- und Feiertage. Am Sonntag bewirteten wir eben diese Kirchenherren zum Mittagstisch. Mag sein, dass ich deshalb eine etwas andere Ansicht dazu habe, was das Grundgesetz einerseits, bzw den garantierten Schutz im Allgemeinen betrifft. Niemand hat mich aufgehalten, wenn ich morgens zur Arbeit ging. Die 4 Kinder zu Hause wollten ernährt werden. Bin ich deshalb ein schlechter Christ oder gar ein unmöglicher Familienvater? Brauche ich einen führende Hand, die letztendlich in der Not dann doch abwendet, wie ich heute weiss !
War es den kirchlichen Herren wirklich Ernst mit ihrem Vorstoss? Oder ging es dabei nicht eher um die Angst, schwindenden Einfluss und Daseinsberechtigung langsam zu verlieren. Von wegen Arbeitsruhe in Zeiten von Burn Out und Depressionen. Von wegen Erholung wenn unter der Woche zig Gratisüberstunden geleistet werden müssen, sonst droht die Kündigung. Leute das Wort Urlaub nur mehr aus Prospekten kennen. Von wegen Schutz – wo bleibt dessen Überwachung, die Vollstreckung ? Wo bleiben die harten Strafen für die Ausbeuterfirmen. Bei Gericht und den Behörden wird nur wochentags gearbeitet.
Manchmal frage ich mich " Haben wir überhaupt keine Wirtschaftskrise?". Geld muss dann verdient werden, wenn die Nachfrage da ist. Damit gäbe es wieder mehr Arbeitsplätze. Es muss lediglich dem Grund- und Arbeitsgesetzen entsprechend angewandt, überwacht und geleitet werden. Dazu zählt sicher nicht, eine Verkäuferin die jeden Sonntag arbeiten muss. Hier Lösungen zu finden wäre vielleicht nicht einfacher als ein generelles Verbot, aber es gäbe Arbeit und Brot für tausende Familien. Um an Gott oder seinen Gott zu glauben, brauche ich keinen, der mir als vollmündiger Mensch vorschreibt, wann ich arbeiten darf und wenn ich mit meinem Gott in Verbindung trete oder bete. Viel wichtiger dürfte doch im Interesse des Staates und der Gesellschaft sein, dass es überhaupt Arbeitsplätze gibt, damit endlich mal wieder Steuern eingenommen werden.
Geschenk an die Gesellschaft
Ein Gegenvorschlag an die kirchlichen Damen und Herren. Verzichtet künftig auf die Kirchensteuer und kassiert bei der Sonntagsmesse einen Eintritt. Dass wäre dann zwar nicht Kommerz, sondern wahrscheinlich eher ein Drama. Aber betreibt bitte nicht Familienpolitik, die am Grundrecht der Erwerbsfreiheit vorbeigeht. Denn somit hätte im Umkehrschluss jeder zumindest Anrecht auf einen garantierten Harz-IV Zuschuss für die verbotene Sonntagsarbeit. Alleine die Mehrwertsteuer für Hotels zu reduzieren reicht nicht, wenn im Gegenzug dazu die Infrastruktur nicht vorhanden ist und die Gäste aus aller Welt vor verschlossenen Läden stehen. Von zu Hause kennen sie solche Probleme nicht. Werden jetzt in weiterer Folge sonntags die Skigebiete, Krankenhäuser, Bahnbetrieb und Fremdenverkehrszentren usw. geschlossen? Sozusagen mit staatlichem Segen ? Deutschland wegen "ZU" geschlossen ! Ein Unding und weitab jeder funktionierenden Wirtschaft.
Die Sonntagsruhe betreffe zunächst die Christen, sei aber ein "Geschenk an die ganze Gesellschaft" sagte Frau Katrin Göring-Eckardt (Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland) Wie bitte????
Karlsruhe hat sein Urteil gesprochen
In ihren Verfassungsbeschwerden sprachen die Kirchen von einem Verstoß gegen den vom Grundgesetz garantierten Schutz der Arbeitsruhe und Erholung am Sonntag in Deutschland. (Anm. IM: kann das ebenso nicht auch montags oder freitags sein?) In der mündlichen Verhandlung im Juni hatten sie zudem geltend gemacht, auch das Recht auf ungestörte Religionsausübung sei von den zahlreichen Sonntagsöffnungen tangiert. Das Verfassungsgericht stellt den Menschen vor das Profitinteresse. Sonn- und Feiertage seien als "Tage der Arbeitsruhe" aus religiösen Gründen, aber auch zur persönlichen Erholung der Arbeitnehmer und ihrer Teilhabe am sozialen Leben geschützt, urteilten die Richter am Dienstag und gaben damit den Verfassungsbeschwerden der evangelischen und der katholischen Kirche statt. Die bisherige Regelung soll aber übergangsweise noch bis zum Jahresende in Kraft bleiben. Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin sind verfassungswidrig.
Nun ja – was soll man dazu sagen. Fast 40 Jahre meines Berufslebens (Hotelbranche)kannte ich keine Sonn- und Feiertage. Am Sonntag bewirteten wir eben diese Kirchenherren zum Mittagstisch. Mag sein, dass ich deshalb eine etwas andere Ansicht dazu habe, was das Grundgesetz einerseits, bzw den garantierten Schutz im Allgemeinen betrifft. Niemand hat mich aufgehalten, wenn ich morgens zur Arbeit ging. Die 4 Kinder zu Hause wollten ernährt werden. Bin ich deshalb ein schlechter Christ oder gar ein unmöglicher Familienvater? Brauche ich einen führende Hand, die letztendlich in der Not dann doch abwendet, wie ich heute weiss !
War es den kirchlichen Herren wirklich Ernst mit ihrem Vorstoss? Oder ging es dabei nicht eher um die Angst, schwindenden Einfluss und Daseinsberechtigung langsam zu verlieren. Von wegen Arbeitsruhe in Zeiten von Burn Out und Depressionen. Von wegen Erholung wenn unter der Woche zig Gratisüberstunden geleistet werden müssen, sonst droht die Kündigung. Leute das Wort Urlaub nur mehr aus Prospekten kennen. Von wegen Schutz – wo bleibt dessen Überwachung, die Vollstreckung ? Wo bleiben die harten Strafen für die Ausbeuterfirmen. Bei Gericht und den Behörden wird nur wochentags gearbeitet.
Manchmal frage ich mich " Haben wir überhaupt keine Wirtschaftskrise?". Geld muss dann verdient werden, wenn die Nachfrage da ist. Damit gäbe es wieder mehr Arbeitsplätze. Es muss lediglich dem Grund- und Arbeitsgesetzen entsprechend angewandt, überwacht und geleitet werden. Dazu zählt sicher nicht, eine Verkäuferin die jeden Sonntag arbeiten muss. Hier Lösungen zu finden wäre vielleicht nicht einfacher als ein generelles Verbot, aber es gäbe Arbeit und Brot für tausende Familien. Um an Gott oder seinen Gott zu glauben, brauche ich keinen, der mir als vollmündiger Mensch vorschreibt, wann ich arbeiten darf und wenn ich mit meinem Gott in Verbindung trete oder bete. Viel wichtiger dürfte doch im Interesse des Staates und der Gesellschaft sein, dass es überhaupt Arbeitsplätze gibt, damit endlich mal wieder Steuern eingenommen werden.
Geschenk an die Gesellschaft
Ein Gegenvorschlag an die kirchlichen Damen und Herren. Verzichtet künftig auf die Kirchensteuer und kassiert bei der Sonntagsmesse einen Eintritt. Dass wäre dann zwar nicht Kommerz, sondern wahrscheinlich eher ein Drama. Aber betreibt bitte nicht Familienpolitik, die am Grundrecht der Erwerbsfreiheit vorbeigeht. Denn somit hätte im Umkehrschluss jeder zumindest Anrecht auf einen garantierten Harz-IV Zuschuss für die verbotene Sonntagsarbeit. Alleine die Mehrwertsteuer für Hotels zu reduzieren reicht nicht, wenn im Gegenzug dazu die Infrastruktur nicht vorhanden ist und die Gäste aus aller Welt vor verschlossenen Läden stehen. Von zu Hause kennen sie solche Probleme nicht. Werden jetzt in weiterer Folge sonntags die Skigebiete, Krankenhäuser, Bahnbetrieb und Fremdenverkehrszentren usw. geschlossen? Sozusagen mit staatlichem Segen ? Deutschland wegen "ZU" geschlossen ! Ein Unding und weitab jeder funktionierenden Wirtschaft.
Die Sonntagsruhe betreffe zunächst die Christen, sei aber ein "Geschenk an die ganze Gesellschaft" sagte Frau Katrin Göring-Eckardt (Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland) Wie bitte????
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