An dieser Stelle findet man dem Anlass entsprechend, vielfach Jahresrückblicke, Statistiken, das wiederholte Aufwärmen von ausserordentlichen Ereignissen im abgelaufenen Jahr, einen kollektiven Rundumschlag auf unsere geschätzten Politiker/innen und da und dort vielleicht halbherzig gefasste Vorsätze für die nächsten 365 Tage.
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Rückblicke mit Fleisch am Knochen, wie man im Volksmund sagt, gäbe es im gemeinten Sinne jede Menge. Da und dort reicht es für ein tragisches Familienschicksal bis in die Topnews. Ohne Prominenz im medialen Beiboot, bleiben viele Schicksale im Dunklen. Doch wenden wir uns hin zum aktuellen Tagesgeschehen, so erkennen wir rasch die andere Seite der Medaille. Topmanager, Banker und Spekulanten welche die weltweite Wirtschaftskrise ausgelöst haben, waren nicht bereit daraus ihre Lehren zu ziehen. Sie haben nichts dazu gelernt oder wollen. Sie werkeln ungestraft, frisch und fröhlich in alter Manier* weiter. Ungeachtet dessen steuern wir auf ein Jahr mit neuer Rekordarbeitslosigkeit im Lande hin. Es gilt eher das Florianiprinzip. Mir geht es gut und wie es dir geht ist mir egal. Der Ellbogen wird/wurde zum wichtigsten Körperteil. Immer mehr Sand knirscht im Getriebe des Gesundheitswesen. Leider zum Nachteil der sozial Schwachen im Lande. Also jenen Mitbürgern, die ohnehin dafür äusserst anfällig sind. Erst der jüngste Spitalaufenthalt meiner Tochter hat gezeigt, hier liegt noch Vieles im Argen. Sicher ist es einfacher über Missstände zu jammern, als es selber besser zu machen. Aber sollen wir uns wirklich vom Arzt bis zum Beamten und Juristen ausbilden, um im Alltag unsere/n Frau/Mann zu stellen.
Spenden schafft Distanz
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Ja, wir haben Armut im Lande. Hier in der Schweiz. Das lässt sich weder statistisch, noch real verleugnen. Die letzten Wochen wurde national und international zwar gespendet und gesammelt. Glaubt man den Verantwortlichen, so wurden die Erwartungen mehr als übertroffen. Millionen flossen in die Spendentöpfe. Toll. Doch wohin wird das Geld gehen. Wird es im Lande verteilt oder wird es weltweit in zahlreichen bekannten und unbekannten Kanälen versickern. Bringen wir mit einer der viel beworbenen Patenschaften nicht den Dorffrieden in fernen Ländern ins Wanken, weil das ein oder andere Kind seinen Paten gefunden hat und andere weiterhin in ärmlichsten Verhältnissen leben müssen. Zweiklassengesellschaft auf unterstem Level sozusagen.
Um es hier gleich festzuhalten. Ob Kind in der Schweiz oder Kind in Afrika oder irgendwo. Keines hat es sich ausgesucht, wenn es in Armut leben muss. Sicher tragen die Eltern einen gewisse Verantwortung und man muss sich fragen, wie sieht es eigentlich mit der sexuellen Aufklärung aus. Mit der Verhütung. Wäre das nicht einmal ein sinnvoller Beitrag die weltweite Armut einzugrenzen. Hier in der Schweiz gilt man umgekehrt schnell mal unsozial, wenn man mehr als 2 Kinder hat. Die Politik hat die Familienagenda eben auch nicht auf der obersten Prioritätenliste. Ja es wurde gespendet. Per Erlagschein. Auf Distanz. Nur nichts zu Nahe an sich ranlassen. Das Gewissen ist beruhigt. Schliesslich hat man ja seinen Teil beigetragen. Es gibt löbliche Ausnahmen – Gott sei gedankt.
Ja, ich könnte hier noch ganze Romane dazu schreiben. Man könnte versuchen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzubringen, ehrenamtlich tätig zu werden und aktiv seinen Teil dazu beizutragen. Umgekehrt leben wir nun mal in einer Ego-Gesellschaft. Mir persönlich ist vieles leider nicht mehr möglich. Ich bin selbst auf Hilfe angewiesen. Deshalb verstehe ich heute manches besser. Vor allem wie demütigend es hie und da empfunden wird, auf Hilfe angewiesen zu sein, Hilfe anzunehmen. Wobei Zögerlichkeit nicht unbedingt mit Undankbarkeit gleich zu setzen ist. Dazu zu gehören zu Jenen, die plötzlich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen Hilfe brauchen. Stammleser kennen ja meine/unsere genaue Geschichte (sh. rechts Archiv). Auf den Punkt gebracht - ein Jahr hat nur 4 Adventsonntage.
Vielleicht ein Vorschlag für das bevorstehende Jahr, ohne besonderen Anlass oder medialer Einstimmung seine unmittelbare Umgebung mal aus einem anderen Blickwinkel bewusster wahrzunehmen. Armut muss man nicht suchen. Nein. Man kann sie sehr wohl erkennen. Vielleicht da und dort nicht auf den ersten Blick. Aber sie ist da. Und wenn man selbst nicht in der finanziellen Lage ist, ein paar Franken abzugeben, so würde es schon reichen, sich etwas Zeit zu nehmen. Betroffenen zuzuhören, abhören, ohne Oberlehrermentalität. Einfach nur zuhören. Glaubt mir, das hilft. Bei Managern nennt man das Burnout. Die Schwächeren in der Gesellschaft, die in einer ähnlichen Situation sind, steckt man dagegen gerne schnell in diverse Schubladen. Die wollen ja nicht und so weiter. Schmarotzer.
Wenn wir innerlich bereit sind, mal mit offenen Augen durch das Leben zu schreiten, werden wir Sachen entdecken, die wir früher schlichtweg so nicht gesehen haben. Es bleibt uns überlassen aktiv zu werden, oder einfach mit dem Erlagschein in der Hand auf die nächste Adventzeit zu warten. Oft sind es nur ein paar wohlwollende Worte zur rechten Zeit, die helfen können. So etwas lässt sich nun mal nicht per Erlagschein erledigen. Sie sind aber 365 Tage Pflaster, Balsam und Trost für die seelischen Wunden in unserer schnelllebigen Zeit.
In diesem Sinne besinnliche, erholsame Feiertage und vor allem Gesundheit und Lebensglück im neuen Jahr. Einfach Hilfe zur Selbsthilfe, Fairplay im Alltag – ganz ohne Gewalt. Mal von einer anderen Perspektive.
Zum Thema : * Mercedes Verpflichtung von Schuhmacher brüskiert Arbeiter die Sparen sollen und müssen - werden deshalb mehr Mercedes verkauft ? (Tagesanzeiger.ch)
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Um es hier gleich festzuhalten. Ob Kind in der Schweiz oder Kind in Afrika oder irgendwo. Keines hat es sich ausgesucht, wenn es in Armut leben muss. Sicher tragen die Eltern einen gewisse Verantwortung und man muss sich fragen, wie sieht es eigentlich mit der sexuellen Aufklärung aus. Mit der Verhütung. Wäre das nicht einmal ein sinnvoller Beitrag die weltweite Armut einzugrenzen. Hier in der Schweiz gilt man umgekehrt schnell mal unsozial, wenn man mehr als 2 Kinder hat. Die Politik hat die Familienagenda eben auch nicht auf der obersten Prioritätenliste. Ja es wurde gespendet. Per Erlagschein. Auf Distanz. Nur nichts zu Nahe an sich ranlassen. Das Gewissen ist beruhigt. Schliesslich hat man ja seinen Teil beigetragen. Es gibt löbliche Ausnahmen – Gott sei gedankt.
Ja, ich könnte hier noch ganze Romane dazu schreiben. Man könnte versuchen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzubringen, ehrenamtlich tätig zu werden und aktiv seinen Teil dazu beizutragen. Umgekehrt leben wir nun mal in einer Ego-Gesellschaft. Mir persönlich ist vieles leider nicht mehr möglich. Ich bin selbst auf Hilfe angewiesen. Deshalb verstehe ich heute manches besser. Vor allem wie demütigend es hie und da empfunden wird, auf Hilfe angewiesen zu sein, Hilfe anzunehmen. Wobei Zögerlichkeit nicht unbedingt mit Undankbarkeit gleich zu setzen ist. Dazu zu gehören zu Jenen, die plötzlich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen Hilfe brauchen. Stammleser kennen ja meine/unsere genaue Geschichte (sh. rechts Archiv). Auf den Punkt gebracht - ein Jahr hat nur 4 Adventsonntage.
Vielleicht ein Vorschlag für das bevorstehende Jahr, ohne besonderen Anlass oder medialer Einstimmung seine unmittelbare Umgebung mal aus einem anderen Blickwinkel bewusster wahrzunehmen. Armut muss man nicht suchen. Nein. Man kann sie sehr wohl erkennen. Vielleicht da und dort nicht auf den ersten Blick. Aber sie ist da. Und wenn man selbst nicht in der finanziellen Lage ist, ein paar Franken abzugeben, so würde es schon reichen, sich etwas Zeit zu nehmen. Betroffenen zuzuhören, abhören, ohne Oberlehrermentalität. Einfach nur zuhören. Glaubt mir, das hilft. Bei Managern nennt man das Burnout. Die Schwächeren in der Gesellschaft, die in einer ähnlichen Situation sind, steckt man dagegen gerne schnell in diverse Schubladen. Die wollen ja nicht und so weiter. Schmarotzer.
Wenn wir innerlich bereit sind, mal mit offenen Augen durch das Leben zu schreiten, werden wir Sachen entdecken, die wir früher schlichtweg so nicht gesehen haben. Es bleibt uns überlassen aktiv zu werden, oder einfach mit dem Erlagschein in der Hand auf die nächste Adventzeit zu warten. Oft sind es nur ein paar wohlwollende Worte zur rechten Zeit, die helfen können. So etwas lässt sich nun mal nicht per Erlagschein erledigen. Sie sind aber 365 Tage Pflaster, Balsam und Trost für die seelischen Wunden in unserer schnelllebigen Zeit.
In diesem Sinne besinnliche, erholsame Feiertage und vor allem Gesundheit und Lebensglück im neuen Jahr. Einfach Hilfe zur Selbsthilfe, Fairplay im Alltag – ganz ohne Gewalt. Mal von einer anderen Perspektive.
Zum Thema : * Mercedes Verpflichtung von Schuhmacher brüskiert Arbeiter die Sparen sollen und müssen - werden deshalb mehr Mercedes verkauft ? (Tagesanzeiger.ch)