Mittwoch, 25. November 2009

Unsympatische Studentenstreiks

Das was derzeit auf nationalen und europäischen Unis abläuft, ist für mich unverständlich. Nur weil die Studenten jetzt mehr Anwesenheit und weniger Wahlfreiheit haben, streikt man. Sie werden halt schlicht mal mehr gefordert. Für mich stellt sich dabei die Frage, haben Studenten die Narrenfreiheit oder sind sie einfach anders?
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Was sollen dem die Lehrlinge entgegensetzen, die sich vom Anfang im hartem Arbeitsalltag bewähren müssen und mit geringen Lehrlingsentschädigungen ihr Auskommen finden müssen. Alle Tage und ohne diverse Nebenjobs und Stipendium. Ohne Auslandsaufenthalte. Die ganze Lehrzeit bis zum letzten Tag. Nicht alle die ein Anliegen vertreten möchten, können dazu auf die Strasse gehen. Das Kollektiv gegenüber dem Individuum wird zum Protestalltag.

Ich finde es deshalb unfair wenn die Einzelperson die Faust im Sack machen muss während diverse Gruppierungen ihren Streikgelüsten nachgehen können. Der einfache, gemobbte Mitarbeiter in einem Betrieb hat niemals die Chance, mittels Streik oder Arbeitsniederlegung seine Anliegen durchzusetzen oder auf sich aufmerksam zu machen. Im würde schlicht und einfach wegen Arbeitsverweigerung der Job gekündigt.

Streik

Er kann sehr verschiedenartige Ziele und Adressaten haben. Siehe GM/Opel, Quelle, Unia usw. Politische Streiks sollen Parlament und Regierung unter Druck setzten, mit dem Ziel, dass bei deren Entscheidungen die Interessen der Streikenden berücksichtigt werden. In politisch zugespitzten Situationen können sie zu Generalstreiks auswachsen, die die Wirtschaft eines ganzen Landes lahmlegen. Als „wilde Streiks“ bezeichnet man die von einer Gewerkschaft nicht autorisierten Arbeitsniederlegungen von Belegschaften. Arbeitgeber können mit Aussperrung und Betriebsstilllegung antworten

Streik dient also letzthin als ein taugliches Mittel einer Gruppierung. Einzelnen hilft er im Normalfall weniger bis gar nicht. Ob legitim oder nicht, ich finde das nicht sehr fair, liebe Studenten – eher unsympathisch.

HRK-Präsidentin kritisiert Studentenproteste / Bologna-Reform
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