Nicht alles lässt sich mit Streiks und Demos demokratisch regeln. Manchmal wäre die Dialoglösung kostengünstiger und vorallem demokratischer. Das sieht man im Nachbarland. Der Protest gegen die Studentenproteste, bei denen Hörsäle an allen Universitätsstandorten Österreichs besetzt wurden, nimmt zu. Nicht zur Freude aller.--
Im Internet haben sich mittlerweile rund 20.100 Nutzer des Netzwerks Facebook der Gruppe "Studieren statt Blockieren“ angeschlossen, die Gruppe der Audimax-Besetzer hält bei rund 25.200 Fans.
Vernunft ?
Wir "Studieren statt blockieren" grenzen uns hiermit eindeutig ab von unseren "Kollegen", die das Audimax besetzen. Auch uns ist klar, dass es an unseren Unis einiges zu verbessern gibt. Dies wird aber nicht durch derartige Aktionen zu erreichen sein! Kritik am universitären Bildungswesen sollte man in konstruktiverer Form äußern, als tagelang Studieneinrichtungen zu besetzen und damit Studierwillige von wichtigen Vorlesungen und Prüfungen abzuhalten. Dieses Verhalten ist in jeder Hinsicht asozial und richtet sich gegen... (read more)
Demokratie
Geschätzte 300.000 Studenten in Österreich und (wenn's hoch kommt, weil das ist die Schätzung der Aktivisten selbst) 10.000 waren in Wien beim "großen" Marsch dabei. Das sind keine 3,5%... 86% sind laut Umfrage gegen diese Proteste und stehen nicht dazu! Das heißt von allen Befragten sagt jeder 10te: "ja, das finde ich gut" und knappe 9: "Nein, Schluss mit der Verschwendung von Steuergeld, geht's studieren". Aber sie machen weiter. Die Besetzungen würden anderen Studenten schaden, weil Vorlesungen ausfielen. Zudem hätten manche Forderungen wenig mit Unipolitik, sondern mit gesamtgesellschaftlichen Fragen zu tun. „Man muss sich auf das Wesentliche beschränken, sonst kommt man mit den unispezifischen Forderungen nicht mehr durch“, begründet Johannes Bauer gegenüber der APA den Widerstand. Derzeit ist er noch Sprecher von „Studieren statt Blockieren“. Er und rund zehn weitere Personen wollen sich allerdings wegen der vielen „niveau- und belanglosen“ Forenbeiträge, die Bauer auf den „etwas radikalen Namen“ der Gruppe zurückführt, abspalten.
Rückbesinnung gefordert
Eine relativ kleine Facebookgruppe mit rund 200 Mitgliedern stellt sich zwar hinter die Audimaxbesetzung, fordert allerdings eine „Rückbesinnung auf studentische Forderungen ohne ideologischen Beigeschmack“. Derzeit werde der Protest nämlich „von unzähligen marxistischen Sekten dazu missbraucht, sich zu profilieren“, heißt es auf der Seite von „Ideologie - Raus aus dem Audimax!“.
Studenten räumen Hörsaal
"Gebt die Sowi-Aula frei!“ will sich durch die geplanten Räumung des Hörsaals der Uni Innsbruck gegen eine Instrumentalisierung „von einer kleinen, wenn auch lautstarken Gruppe, die nicht die Interessen der Studierenden, sondern nur ihre ewiggestrige Ideologie vertritt“, wehren. Bisher haben 250 Facebook-Nutzer ihre Teilnahme um 18 Uhr angekündigt, „falls die Besetzer wirklich so basisdemokratisch sind, werden sie der Mehrheitsentscheidung nachgeben“.
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Studenten suchen nun Verbündete / Linzer Studenten geben Hörsaal frei / Akademikerverbände / Studentenproteste
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