Um dieser Tage mit seinem Blog im Trend zu schreiben, heisst es sich entweder an der Weltpolitik orientieren, sich zum oder über den Advent zu äussern oder sich an den Spekulationen neuer IT-Hard- oder Software welche im Jahr 2009 erscheint, zu beteiligen.Das heurige Weihnachtsfest schickt seine Boten voraus
Der Handel jubelt im Gegensatz zum Rest der Wirtschaft über die Kauflaune der Konsumenten. Im Gegensatz dazu werden in der Industrie, den Banken und Versicherungen Arbeitsplätze abgebaut. Die Leute müssen an ihr Erspartes. In einigen Nachbarländern hat es ja schon das sogenannte Weihnachtsgeld in Form des 14.Gehaltes gegeben. Davon mögen manche in der Schweiz noch lange träumen. Die müssen schon mit ein/zwei Prozent Teuerungsausgleich zufrieden sein. Dieser Tage erhielt ich vom UBS-Vorstand einen nichtssagenden Brief. Davon, dass wir ab dem nächsten Jahr keinen Buchungsgebühren von 30 Rappen für Überweisungen nicht mehr bezahlen müssen, stand allerdings nichts darin. Der kleine Mann wird also weiter die Oberschicht finanzieren. Umgekehrt sind wir in der glücklichen Lage, überhaupt über ein Konto zu verfügen. Eine grosse Anzahl von Menschen in diesem Land verfügt über keinerlei Kontoverbindungen. Nicht weil sie schlechtere Menschen sind als du oder ich, sondern weil sie gar keinen Job haben der einen Geldtransfer auslösen würde. Nur wegen der Sozialhilfe alleine, wird es schwer ein Konto zu eröffnen.
In Österreich hat sich wenigstens eine Bank gefunden, die auch solchen Leuten einen Konto zur Verfügung stellt, die über kein oder wechselndes Einkommen verfügen. Läuft doch heute der Alltag fast nur mehr über Abbuchungen via Konto. Ohne Konto gibt es auch keine Wohnung. Nun das sind sicher nicht die Probleme, welche die meisten im Lande betreffen. Und doch, gerade jetzt, aber auch all die anderen Tage im Jahr, werden diese Menschen einfach ausgegrenzt oder ausgeschlossen. Schon paradox. Nur mit einem Konto bist du ein vollständiges Mitglied unserer Gesellschaft. Es gab aber auch andere Zeiten. Zeiten, die ich während meiner Berufsausübung erleben musste. In den Tagen, wo es noch freitags die Lohntüte gab. Mancher Franken daraus fand nicht den Weg in die eheliche Wohnung. Am Heimweg war für einzelne die Versuchung einfach zu gross, den erhaltenen Lohn in Bier oder Wein umzutauschen, während zu Hause die Ehefrau mit den Kindern auf das Geld wartete. Nicht selten passierte es, dass um 22 Uhr oder später plötzlich die Leid geprüfte Ehefrau im Lokal erschien, links und rechts ein Kind am Arm, um zu schauen wo den der Papa solange blieb.
Nun, heute sind diese Zeiten Gott sei Dank vorbei. Aber die Probleme von betroffenen Familien sind geblieben und haben sich nur verlagert. Was hat man und was möchte man nicht im nächsten Jahr wieder alles verbieten oder einschränken. In Japan kontrolliert man den Bauchumfang der Männer. Ist dieser über einen gewisse Messzahl (86 cm), dann heisst es, mehr in die Gesellschaft und das Gesundheitswesen einzubezahlen. Rauchen ist schon lange passe. Nur mehr ein paar Tage und dann gehen die Preise wieder um 30 Rappen pro Päckchen rauf. Selber schuld ! Sind die Leute wirklich selber schuld, wenn sie mit ihrem Einkommen nicht mehr das Auskommen haben? Wenn sie als Working-Poor die ganze Woche schaffen und trotzdem zuwenig im Geldbeutel bleibt. Warum erhöhen wir nicht den Alkohol auf 30.- Franken je Liter oder die Steuern auf Sekt und Kaviar- darauf. Die Kosten im Gesundheitswesen würden wahrscheinlich enorm sinken. Jedoch wird weiterhin keiner diesen Menschen am Rande der Gesellschaft nachfragen und die wenigsten werden helfen, dass auch diese Familien eine Chance bekommen. Rauchen ist keinen Krankheit, Trinken keine Sucht und betrunken Auto fahren ein Kavaliersdelikt. Sagt man. Die Jungen spülen sich ihren Frust von der Seele bis der Arzt kommt. Zählt es nicht zur Verantwortung einer Gesellschaft auch jenen Menschen zu helfen, die aus Frust, Hilflosigkeit und dem Gefühl nur mehr zu existieren, zur Flasche greifen. Sind sie wirklich selber schuld? Verantwortungslose Väter, die ihre Frauen und Kinder im Elend sitzen lassen. Sitzen lassen, weil sie sich selbst nicht mehr helfen können. Weil wir der Meinung sind, die die in der Öffentlichkeit ihren Kummer und Frust leben, seien die schlechteren Menschen, als jene die es im Geheimen zu Hause tun. Warum tritt die Jugend da und dort in die Fusstapfen ihrer Erzeuger? Schlägt, randaliert, säuft.
Oh du fröhliche, gnadenbringende Weihnachtszeit ….. Hören wir doch auf, alles in Recht und Unrecht zu teilen. Wo bleibt das verbindende, das menschliche in unserer Gesellschaft? Jenes Zusammengehörigkeitsgefühl der Nachkriegsgeneration, der Aufbaugeneration der 50-er? Heute kämpfen wir mit Jugendarbeitslosigkeit, mit Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsflaute. Mit nicht mehr zeitgemässer Schulausbildung, vorbei am Bedarf der heimischen Wirtschaft. Unsere sogenannten Götter und Bänker haben an Glanz und Glorie verloren und ganze hundertausende von Familien in solche wie oben geschilderte Situationen gebracht. Warum haben wir dafür keinen Rettungspakete. Beim Ladendiebstahl kommt die volle Härte des Gesetzes zum Tragen. Bei den Milliardenverlusten werfen wir das Geld noch weiter in den Rachen "uneinsichtiger Manager". Nur deren Rausch wird nicht die Kopfschmerzen am nächsten Tag auslösen, wie der billige Fusel vom Laden um die Ecke. Und auch für das ein oder andere Geschenk an die Frau Gemahlin wird es noch reichen. Sicher können wir die Welt nicht ändern oder über die Schwächen von Menschen hinwegsehen. Auch ich nicht. Wir können uns aber zumindest bemühen und so tun als ob. Geholfen ist damit niemand. Aber der Schein bleibt gewahrt. Lasst es uns trotzdem versuchen. (Bildquelle: die gesellschafter.de / anklicken)
Eine friedvolle Adventzeit.
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Der Handel jubelt im Gegensatz zum Rest der Wirtschaft über die Kauflaune der Konsumenten. Im Gegensatz dazu werden in der Industrie, den Banken und Versicherungen Arbeitsplätze abgebaut. Die Leute müssen an ihr Erspartes. In einigen Nachbarländern hat es ja schon das sogenannte Weihnachtsgeld in Form des 14.Gehaltes gegeben. Davon mögen manche in der Schweiz noch lange träumen. Die müssen schon mit ein/zwei Prozent Teuerungsausgleich zufrieden sein. Dieser Tage erhielt ich vom UBS-Vorstand einen nichtssagenden Brief. Davon, dass wir ab dem nächsten Jahr keinen Buchungsgebühren von 30 Rappen für Überweisungen nicht mehr bezahlen müssen, stand allerdings nichts darin. Der kleine Mann wird also weiter die Oberschicht finanzieren. Umgekehrt sind wir in der glücklichen Lage, überhaupt über ein Konto zu verfügen. Eine grosse Anzahl von Menschen in diesem Land verfügt über keinerlei Kontoverbindungen. Nicht weil sie schlechtere Menschen sind als du oder ich, sondern weil sie gar keinen Job haben der einen Geldtransfer auslösen würde. Nur wegen der Sozialhilfe alleine, wird es schwer ein Konto zu eröffnen.
In Österreich hat sich wenigstens eine Bank gefunden, die auch solchen Leuten einen Konto zur Verfügung stellt, die über kein oder wechselndes Einkommen verfügen. Läuft doch heute der Alltag fast nur mehr über Abbuchungen via Konto. Ohne Konto gibt es auch keine Wohnung. Nun das sind sicher nicht die Probleme, welche die meisten im Lande betreffen. Und doch, gerade jetzt, aber auch all die anderen Tage im Jahr, werden diese Menschen einfach ausgegrenzt oder ausgeschlossen. Schon paradox. Nur mit einem Konto bist du ein vollständiges Mitglied unserer Gesellschaft. Es gab aber auch andere Zeiten. Zeiten, die ich während meiner Berufsausübung erleben musste. In den Tagen, wo es noch freitags die Lohntüte gab. Mancher Franken daraus fand nicht den Weg in die eheliche Wohnung. Am Heimweg war für einzelne die Versuchung einfach zu gross, den erhaltenen Lohn in Bier oder Wein umzutauschen, während zu Hause die Ehefrau mit den Kindern auf das Geld wartete. Nicht selten passierte es, dass um 22 Uhr oder später plötzlich die Leid geprüfte Ehefrau im Lokal erschien, links und rechts ein Kind am Arm, um zu schauen wo den der Papa solange blieb.
Nun, heute sind diese Zeiten Gott sei Dank vorbei. Aber die Probleme von betroffenen Familien sind geblieben und haben sich nur verlagert. Was hat man und was möchte man nicht im nächsten Jahr wieder alles verbieten oder einschränken. In Japan kontrolliert man den Bauchumfang der Männer. Ist dieser über einen gewisse Messzahl (86 cm), dann heisst es, mehr in die Gesellschaft und das Gesundheitswesen einzubezahlen. Rauchen ist schon lange passe. Nur mehr ein paar Tage und dann gehen die Preise wieder um 30 Rappen pro Päckchen rauf. Selber schuld ! Sind die Leute wirklich selber schuld, wenn sie mit ihrem Einkommen nicht mehr das Auskommen haben? Wenn sie als Working-Poor die ganze Woche schaffen und trotzdem zuwenig im Geldbeutel bleibt. Warum erhöhen wir nicht den Alkohol auf 30.- Franken je Liter oder die Steuern auf Sekt und Kaviar- darauf. Die Kosten im Gesundheitswesen würden wahrscheinlich enorm sinken. Jedoch wird weiterhin keiner diesen Menschen am Rande der Gesellschaft nachfragen und die wenigsten werden helfen, dass auch diese Familien eine Chance bekommen. Rauchen ist keinen Krankheit, Trinken keine Sucht und betrunken Auto fahren ein Kavaliersdelikt. Sagt man. Die Jungen spülen sich ihren Frust von der Seele bis der Arzt kommt. Zählt es nicht zur Verantwortung einer Gesellschaft auch jenen Menschen zu helfen, die aus Frust, Hilflosigkeit und dem Gefühl nur mehr zu existieren, zur Flasche greifen. Sind sie wirklich selber schuld? Verantwortungslose Väter, die ihre Frauen und Kinder im Elend sitzen lassen. Sitzen lassen, weil sie sich selbst nicht mehr helfen können. Weil wir der Meinung sind, die die in der Öffentlichkeit ihren Kummer und Frust leben, seien die schlechteren Menschen, als jene die es im Geheimen zu Hause tun. Warum tritt die Jugend da und dort in die Fusstapfen ihrer Erzeuger? Schlägt, randaliert, säuft.Oh du fröhliche, gnadenbringende Weihnachtszeit ….. Hören wir doch auf, alles in Recht und Unrecht zu teilen. Wo bleibt das verbindende, das menschliche in unserer Gesellschaft? Jenes Zusammengehörigkeitsgefühl der Nachkriegsgeneration, der Aufbaugeneration der 50-er? Heute kämpfen wir mit Jugendarbeitslosigkeit, mit Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsflaute. Mit nicht mehr zeitgemässer Schulausbildung, vorbei am Bedarf der heimischen Wirtschaft. Unsere sogenannten Götter und Bänker haben an Glanz und Glorie verloren und ganze hundertausende von Familien in solche wie oben geschilderte Situationen gebracht. Warum haben wir dafür keinen Rettungspakete. Beim Ladendiebstahl kommt die volle Härte des Gesetzes zum Tragen. Bei den Milliardenverlusten werfen wir das Geld noch weiter in den Rachen "uneinsichtiger Manager". Nur deren Rausch wird nicht die Kopfschmerzen am nächsten Tag auslösen, wie der billige Fusel vom Laden um die Ecke. Und auch für das ein oder andere Geschenk an die Frau Gemahlin wird es noch reichen. Sicher können wir die Welt nicht ändern oder über die Schwächen von Menschen hinwegsehen. Auch ich nicht. Wir können uns aber zumindest bemühen und so tun als ob. Geholfen ist damit niemand. Aber der Schein bleibt gewahrt. Lasst es uns trotzdem versuchen. (Bildquelle: die gesellschafter.de / anklicken)
Eine friedvolle Adventzeit.
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