16.07.2009

Dossieranalyse: Invalidität aus psychischen Gründen

Im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprogramms zur Invalidenversicherung (FoP-IV) untersuchte ein Forscherteam rund 1000 IV-Dossiers von Rentnern mit einer psychischen Gesundheitsstörung. Die Studie ,Dossieranalyse der Invalidisierung aus psychischen Gründen" zeigt, dass die Abklärungen der IV unvoreingenommen und auf Grund rein medizinischer Befunde erfolgten. Sie ortet Verbesserungspotenzial bezüglich der Abklärungen zu Arbeitsfähigkeit und Eingliederung und empfiehlt interdisziplinäre Abklärungsverfahren. Die Stossrichtung der 5. IV-Revision wird dadurch bestätigt.

Der sogenannte ,Gebrechenscode 646", eine Untergruppe der Kategorie ,Psychosen, Neurosen und Persönlichkeitsstörungen", umfasst psychische Leiden, die schwierig einzuordnen sind, wie etwa psychogene oder milieureaktive Störungen, Neurosen oder Borderline cases, depressive, hypochondrische oder wahnhafte Fehlentwicklungen, aber auch Sprachstörungen wie Stottern oder psychosomatische Störungen. In der Beobachtungsperiode der Studie ,Dossieranalyse der Invalidisierung aus psychischen Gründen" 1992-2006 kamen zunehmend neue Leidensformen hinzu. Gemäss IV-Statistik haben hauptsächlich psychische Leiden dieser Art zur starken Zunahme der Anzahl IV-Renten in den vergangenen zwanzig Jahren geführt.

Die Studie geht der Frage nach, welche gesundheitlichen, psychosozialen und gesellschaftlichen Konstellationen hinter dem raschen Anstieg der Fälle dieses Codes und der damit erfassten psychischen Störungen stehen. Weiter versucht sie, eine sinnvolle Gruppierung vorzunehmen, die als Grundlage für spezifische Konzepte zur Frühintervention, beruflichen Rehabilitation und Invaliditätsprävention dienen könnten.

Rehabilitation wird zuwenig berücksichtigt

Die Forscher haben Belastungsmerkmale, medizinische Diagnosen und IV-Verfahren untersucht und typologisiert und sind dabei zu den folgenden Schlüssen gekommen:

•Erfahrungen in Kindheit oder Jugend, belastende Situationen von Alleinerziehenden sowie Probleme, die mit der Migration zusammenhängen, führten am häufigsten zu den Krankheitsbildern, die dem IV-Code 646 zugeordnet werden.
•Zunehmend wurden auch Depressionen diagnostiziert bei älteren Schweizern mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
•In der Hälfte der medizinischen Dokumente, auf deren Grundlage eine Rente zugesprochen wurde, wurde nicht ausreichend erörtert, wie sich die Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit der Gesuchsteller auswirkt.
•Der Aspekt der Rehabilitation wurde im ansonsten sehr umfassenden und differenzierten ärztlichen Abklärungsverfahren zu wenig berücksichtigt.
•Die Art des Verfahrens wurde ausschliesslich durch die Erkrankungen bestimmt. Der Einfluss von IV-fremden oder diskriminierenden Faktoren (Herkunft, Geschlecht, soziale Schicht o.ä.) auf die Abklärungsverfahren und die Festsetzung der Renten konnte ausgeschlossen werden.
Die Ausrichtung der 5. IV-Revision erweist sich als richtig

Die Schlüsse, welche die Forscher aus dem Studium der Dossiers der Jahre 1992 bis 2006 ziehen, bestätigen die Stossrichtung der 5. IV-Revision: Arbeitsfähigkeit und Rehabilitation müssen im Zentrum stehen. Seit Inkrafttreten dieser Revision Anfang 2008 verfolgt die IV den Leitsatz ,Eingliederung vor Rente". Die neuen Instrumente Früherfassung und Frühintervention erlauben eine frühe und präventive Eingliederung. Die Eingliederungsmassnahmen wurden ausgebaut und gezielt auf Menschen mit psychischen Problemen ausgerichtet (neue Integrationsmassnahmen).

Die Wissenschafter empfehlen weiter interdisziplinäre Abklärungsverfahren und neue Interventionskonzepte für die grosse Gruppe von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, Schmerzstörungen und Depressionen. Berufliche Massnahmen sollen zudem auch Personengruppen angeboten werden, die bisher grösstenteils davon ausgeschlossen wurden, insbesondere Migrant/innen und Personen mit depressiven Störungen.

Invalidenversicherung,
Bundesamt für Sozialversicherungen
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IM: Dieser Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Er gibt lediglich die subjektive Meinung einer Studie wieder, die nach unserer bisherigen Erfahrung nicht deckungsgleich mit der Praxis konform geht.

15.07.2009

Das etwas besondere Sommermärchen

Jahrelang schlugen zwei Herzen in der Brust der kleinen Hannah: Als ihr eigenes versagte, bekam sie ein zusätzliches Organ von einem Spender. Vielleicht war es mehr als Glück, vielleicht Schicksal? Der ungewöhnliche Fall der kleinen Britin mit den jetzt zwei Herzen lässt einige Vermutungen zu.

Schon als Kleinkind hatte sie Probleme. Nur dank einem Spenderherz überlebte das Mädchen einen unheilbare Herzkrankheit. Das Organ, welches die Herzchirurgen zusätzlich inplantierten war zwar schon damals zu klein. Hält aber das Mädchen für weitere 10 Jahre am Leben. Das kleine Herz wurde auf ihr schwaches Herz aufgesetzt um es künftig bei seiner Arbeit zu unterstützen. Doch der weitere Weg der Kleinen war nicht beschwerdefrei. Tumorzellen besiedelten ihren Körper, die mit Chemotherapien bekämpft werden. Zusätzlich wurde das Immunsystem aufs Äusserte strappaziert. Es wehrte sich eggen das fremde Organ. Mit aller ärztlichen Kunst und der familiären Unterstützung trotze die Kleine den gesundheitlichen Problemen.

Dann geschah die medizinische Sensation: Während das neue Herz ermattete, erholte sich das alte - und arbeitet nun wieder allein. Deshalb entschieden sich die Ärzte zu einem gewagten Schritt: Vor dreieinhalb Jahren entschieden sich die Ärzte zu einem gewagten Eingriff. Sie entfernten sie Hannah das geschwächte Spenderherz wieder. Die Operation verlief ohne Komplikationen, und das Ergebnis war exzellent. Hannahs Fall sei lehrreich für die Biologie, für Transplantationen sowie für die Erforschung bösartiger Erkrankungen und der Herzregeneration.

Heute lebt sie ein normales Leben unter Gleichaltrigen. Sie muss keine Medikamente mehr schlucken, die Krebszellen sind seit der Operation nicht mehr aufgetaucht, und ihr Herz pumpt das Blut mit voller Kraft durch ihren Körper. Für mich ist das ein kleines Sommermärchen, welches mich speziell für das tapfere Mädchen freut. Eine enorme Leistung moderner Medizin. Die Details können sie bei Spiegel Online nachlesen.

14.07.2009

Wenn die Psyche Achterbahn fährt

Während einer Kur hat der medizinische Leiter eines Abends bei einem Vortrag über die Kur im allgemeinen einen Argument zum Kurerfolg gebracht, welches sich in meinem Kopf eingebrannt hat. Es nützt die beste Medizin oder Anwendungen nichts, wenn sich der Patient nicht physisch wohlfühlt. Heisst im Klartext, es muss auch das Umfeld und der Draht zum Arzt auf grün stehen. Leider ist es ja nicht immer so. Speziell der ein oder andere Arzt übt seinen Beruf so aus, als ob er im Bergwerk tätig wäre. Und doch gibt es sie, die Ärzte, welche in ihrem Beruf die Berufung sehen.

Der Ton macht die Musik, besagt ein altes Sprichwort
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Gerade bei schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten ist die Kommunikation zwischen Arzt und Patient besonders wichtig. "Der Patient muss das Gefühl haben, als Partner behandelt zu werden. Leider lässt unser Gesundheitssystem nicht mehr zu, dass uns der Arzt dort abholt wo wir stehen. So wie es ein bekannter Chirurg und Univ.-Prof. R.J. an der medizinischen Uni Wien gerne ausdrückt.

Nicht umsonst bezieht er sich dabei auf seinen Erfahrung als Ganzheitsmediziner und die Bedeutung der Emotion. Ich durfte das selbst in der Hirslanderklinik in Zürich bei meiner ersten Ballondillertation erfahren. Ein Routineeingriff, allerdings nicht ganz ohne Gefahren mit einem Restrisiko von etwa 5 %. Nach der Aufdehnung der verlegten Aterie bekam ich in der Intensivstation plötzlich einen neuerlichen Infarkt. Man brachte mich zurück in das Kathederlabor. Und plötzlich mitten im Gespräch, erlitt ich einen Herzstillstand. Heute, wenn ich diese Zeilen schreibe, ist für mich auch ein grosser Teil der positiven Einstellung des Chefarztes in guter Erinnerung. Er hat mit seinem Team mein Herz wieder zum Schlagen gebracht. Noch mehr als halbe Stunde sass er an meinem Bett und versuchte mir die eben erlebte Situation zu erklären. In einer anderen Klinik würde sich der Chefarzt nicht so intensiv um einen einfachen Kassenpatienten kümmern.

Hintergrund: Positive und negative Gefühle haben nicht nur Einfluss auf unsere seelische Befindlichkeit, sondern auch unseren Zustand. "Es ist in allem eine Botschaft enthalten, auch in Krankheiten". Es führe "kein Weg" an einer Auseinandersetzung mit sich selbst vorbei: "Jeder Patient muss sich mit seinen höchstpersönlichen Themen beschäftigen. Dabei muss er begleitet werden. Der Arzt soll dabei das Gefühl vermitteln, dem Patienten bei der Suche nach dem Sinn des Lebens zu helfen. Das bestätigt so auch die eine oder andere Studie.

Psychische Ebene

Die Präsidentin des Berufsverbands der Psychologen sieht es so : "Schwere Krankheit bringt oft einen Kontrollverlust mit sich. Viele stürzen bei einer Diagnose in ein großes Gefühlschaos. Da ist es wichtig, die Gefühle ein Stück mit ihnen auszuhalten, Dinge zu benennen und die nächsten Schritte zu planen."

Für mich persönlich hat sich in dieser Situation gezeigt, dass ein verlässlicher und verständlicher Lebenspartner in dieser Situation die halbe Miete ist. Darum bin ich froh, so einen Person in der Person meiner Frau an meiner Seite zu haben, die selbst mit schweren Krankheiten leben darf.

Erinnert mich an ein Erlebnis im Kantonsspital. Ein Italiener hatte einen Infarkt erlitten und wurde in der Nacht eingeliefert und am nächsten Tag sofort im Katheterlabor untersucht. Laut Diagnose sollte er mehrere Bypässe erhalten. Der Mann war komplett fertig und begann zu weinen und mikch sich zu hadern. Auf den ersten Blick unverständlich. Niemand kümmerte sich gross um ihn. Ich setzte mich zu ihm ans Bett und versuchte zu erfahren, was ihm nach dem überstandenen Infarkt so traurig machen würde. Er hätte doch Glück, den Infarkt überlebt und mit den Bypässen noch gute Chancen auf ein erfülltes Leben. Anderen war das nicht vergönnt. Bis er mir erklärte, dass es für ihn schlimm sei, wenn er am Herzen operiert wird. Er sei dann als Italiener kein vollwertiger Mann mehr. Bald beruhigte er sich. Ärzte sollten sich ausreichend Zeit für Aufklärungsgespräche nehmen. Aus meiner Erfahrung heraus wird derartige Begleitung gerne angenommen. So hatte bei diesem Mann das männliche Ego über die Freude des Überleben gesiegt. Die Angst vor der Familie, vor der Frau nicht mehr ein vollwertiger Mann zu sein.

Das kann ein Gefühlschaos auslösen. So habe es sich bewährt, wenn in einem Behandlungsteam im Spital von Anfang an ein Psychologe eingebunden ist. Der Patienten spüre oft eine große psychische Not, die Antworten aus fachlichem Mund erfordern. Àrzte sollten also Partner des Patienten sein und keinen Halbgötter. Professionelle Begleitung kann Lebensqualität und Befindlichkeit nachhaltig verbessern. Diese Zeit muss dem Patienten auch ein künftiges Gesundheitssystem zugestehen. (Teilquelle : Kurier Online)

13.07.2009

Seien wir uns doch mal ehrlich

Am 10. Dezember 1997 haben 159 Vertragsstaaten der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen zu Klimaänderungen einstimmig das sogenannte Kioto-Protokoll angenommen. Die letzten Tage, vielleicht sommerlochbedingt, empörten sich Politiker, Presse und Organisation um unsere natürliche Nahrung. Kochstar Vincent Klink erklärt im SPIEGEL ONLINE Gel-Schinken, Analogkäse und Co. zur logischen Folge von Renditehunger und Verbrauchergeiz: "Jetzt werden die Leute wachgerüttelt."

Nur, müssen wir uns glaube ich, etwas selbst bei der Nase nehmen. Wobei ich vorausschicken möchte, dass dies nach meinem Dafürhalten in keinster Weise etwas mit der Geiz-ist-geil-Mentalität zu tun hat. Eine Bezeichnung, die man hoffentlich beim nächsten Augustfeier endgültig in Rauch aufgehen lassend darf. Sondern eher mit Scheinheiligkeit und dem derzeitigen sozialem Gefüge in unserer Gesellschaft. Gerade wenn ein Starkoch von Renditehunger spricht, muss man an dieser dieser Stelle schon die Frage erlauben, wie ernähren wir uns eigentlich heute ?. In den diversen Kochshows wird es uns ja vorgekocht. Zwar spricht man immer von Bevorzugung des regionalen Einkauf und der Verwendung heimischer Produkte. Doch nur ein Blick auf den Postwurf eines der Discounter zeigt die Realität in unseren heimischen Küchen. Dabei sprechen die nicht einmal unbedingt die Arbeiterklasse an, sondern da stehen die Leute mit ihren Edelkarossen vor der Tür um bei Hofer, Lidl und Denner Sekt, Wein und Spirituosen einzukaufen.

Diese kommen nicht etwa aus dem heimischen Weinbau oder aus den traditionellen Nachbarländern. Nein es ist ein gehaltvoller Weisswein aus Kalifornien, China oder Australien. Das führt doch Kioto absurdum. Auch Fische und Früchte, wobei manche nicht einmal wissen, wie sie zubereitet oder bearbeitet werden, karrt man via Nacht-Flugzeug um die halbe Welt. Es ist doch ein Selbstbetrug zu glauben, die Weltmeere sind noch nicht leer gefischt. Lachse kommen zum überwiegenden Teil heute aus Lachsfarmen. Andere heimische Fische detto.

Unser Ego, das zu kochen, was uns die Medien vorgeben, lässt uns jegliche Logik vermissen. Fast täglich eine Kochsendung oder Show. Speisen werden ja von den „Sterneköchen“ heute eher zum Fotografieren und Publizieren, denn zum Essen und zur Sättigung zubereitet. Dazu gibt es hunderte von Kochbüchern der Gebührengelder gesponsterten Elite.

Natürliche Nahrung - ist das nur mehr die Ausnahme?

Nun ja, ganz so schlimm ist es noch nicht. Dabei finden sich unter den “ Sündern“ auch Markenartikelhersteller, die dazu auch noch teuere Werbspots schalten. Es bestätigt sich meinen These nicht nur teuer ist gut und sauber produziert. In den “Aromaküchen“ der Provence können sie heute jeden Geschmack ordern. Z.B. Erdbeergeschmack aus Baumrinde. Von Erdbeeren allerdings weit und breit nichts zu sehen. Die Food-Industrie versteht es scheinbar meisterhaft, via Preis und Werbung mit VIP-Stars Produkte in den Fokus zu stellen, die sogar via Biolüge an den Mann gebracht werden möchten. Wir vertrauen doch unserem Serienstar – Sie etwa nicht ?

Pflanzenfett statt Kuhmilch, gepresstes Eiweiß statt Fisch, Geschmacksverstärker statt Meerrettich: Immer mehr Lebensmittelhersteller sparen an den Zutaten (Abriss Spiegel Online) - ohne dass der Verbraucher es merkt. Eine Liste der Verbraucherzentrale Hamburg nennt einen Auszug von Plagiatoren. Was lernen wir daraus? Zuerst jammern die Produzenten, dann die Fabrikanten und jetzt die Konsumenten. Das Vertrauen in die Lebensmitteln wurde schwer erschüttert. Blauäugig haben wir uns verführen lassen, alles für die angepriesenen Waren zu bezahlen um “IN“ zu sein. Künftig sollten wir lieber wieder zweimal hinschauen. Normale Hausmannskost war und ist nicht mehr zeitgemäss. Aber bedenken wir, sie hat Generationen von Menschen ernährt.
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Mit “FDH“ und weniger kohlehydrathaltiger Bindung ist sie aber nachwievor zeitgemäss und vor allem leistbar. Es muss nicht Molekular- und Sterneküche sein. Und Kioto hat schlussendlich nur dann einen Sinn, wenn wir wieder aufhören Lebensmittel um den halben Globus zu karren. Aber empören darf man sich dann gratis und ohne Kochhaube.

12.07.2009

The next Jackson`s

Beim Casting für den Spot, wurden nur die Köpfe der Babys mit Mimik und Gestik eingescannt. Der Rest, also auch die quirligen Körper, wurden am Computer bearbeitet. Ein wieder einmal etwas anderer Werbeclip, für einen bekannte Minerlawassermarke. (via next Jackson)

11.07.2009

Arbeiten - allzeit bereit?


Die nationale Tagung für betriebliche Gesundheitsförderung «Gesund und leistungsfähig in der 24-Stunden-Gesellschaft» an der Universität Zürich war diesem Thema gewidmet. Über 580 Personen haben an der Tagung teilgenommen, die von Gesundheitsförderung Schweiz in Kooperation mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO organisiert wurde. Die moderne Dienstleistungs- und Produktionsgesellschaft beschert uns neben Entlastungen und Wohlstand auch hohe Belastungen. Wir konsumieren rund um die Uhr und müssen deshalb auch rund um die Uhr verfügbar sein. Intensität und Komplexität der Arbeitsaufgaben haben zugenommen. Zur Erfüllung der veränderten Konsumwünsche werden immer höhere Leistungen in immer kürzerer Zeit verlangt. Dabei soll alles billiger aber trotzdem besser werden. Kurz: Die Unternehmen müssen ständig neue und höhere Anforderungen erfüllen.

Wenn Erwerbstätige jedoch zu lange intensiv unter belastenden Rahmenbedingungen arbeiten, schaden sie vor allem sich selbst. Dies zeigte Friedhelm Nachreiner, Professor an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, an der nationalen BGF-Tagung auf. Die Folgen von Stress können z.B. Herz-Kreislaufprobleme, Verdauungsschwierigkeiten, Beschwerden im Bewegungsapparat, Schlafstörungen und psychische Krankheiten sein. Gemäss der 4. europäischen Umfrage über die Arbeits- und Lebensbedingungen treten diese Beschwerden mit zunehmender wöchentlicher Arbeitszeit häufiger auf. Wenn Lebensqualität und Gesundheit beeinträchtigt sind, ist dies nicht bloss für die Betroffenen und deren privates Umfeld ein Problem. Auch den Betrieben und der Volkswirtschaft entstehen durch Krankheiten, Unfälle, Invalidität, Produktionsausfälle, Personalfluktuation usw. immense Kosten.Interessierte SelbstgefährdungGemäss Andreas Krause, Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz, wird der Rentabilitätsdruck auf die Arbeitgeber auf ihre Beschäftigten übertragen. Einen hohen Produktivitätsverlust verursachen aber auch Mitarbeitende, die gesundheitlich angeschlagen oder krank zur Arbeit kommen.

Interessierte Selbstgefährdung

Das Stichwort dazu heisst «interessierte Selbstgefährdung».Damit Arbeitstätige gesund und leistungsfähig bleiben, brauchen sie genügend Zeit, um sich zu erholen. Überlange Arbeitszeiten können nicht nur zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen; sie erschweren auch die Vereinbarkeit von beruflichen und ausserberuflichen Lebensbereichen. Für eine Harmonisierung der verschiedenen Lebensbereiche tragen die Betriebe und Mitarbeitenden gleichermassen die Verantwortung.Hohe und stressfrei erreichbare Ziele wirken auf die Mitarbeitenden gesundheitsförderlich und motivierend. Auch die Möglichkeit der Mitsprache, eine offene Kommunikation sowie gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung tragen entscheidend zum Wohlbefinden und zur Leistung der Mitarbeitenden bei. Wenn es Betrieben gelingt, solche Rahmenbedingungen (unter anderem durch eine sozial verträgliche Flexibilisierung der Arbeitszeit) zu schaffen, dann werden sie die «non-stop»-Herausforderung konstruktiv bewältigen und davon in mehrfacher Hinsicht profitieren. Dass dies schon zahlreiche Betriebe erfolgreich praktizieren, zeigten die vielen vorgestellten Praxisbeispiele.

Die Tagung, an der über 580 Personen aus Forschung, Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst teilnahmen, wurde von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz in Kooperation mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO organisiert.

Staatssekretariat für Wirtschaft
Internet:
http://www.seco.admin.ch/

10.07.2009

SVP – You can !

Die SVP (swiss verify peoples) dürften sich offenbar diesen Sommer bereit erklären, da und dort die jahreszeitbedingten Sommerlöcher in den Medien aufzufüllen. Früher war es ja der väterlicher Freund, Gönner und Exbundesrat, der die SVP in den Ferienschlagzeilen behauptete. Der Landwirt Toni berieselt zwar seine Kühe mit dem Bureradio. Als Schlagzeilenspender scheint er nicht so prädestiniert. Die SVP wäre nicht die SVP, wenn da nicht der ein oder andere Mandatar dafür in die Bresche springt. Man weiss ja schliesslich was man den Daheimgebliebenen schuldig ist.

Die Vorzeigemama

Anfangs der Woche übernahm die weibliche Nachwuchshoffnung und Jungvermählte J.Hutter (31) den Part. Sie, ist eine Verfechterin des Leistungsprinzips in allen Lebenslagen. Jüngst liess sie mit der Ankündigung ihres überraschenden Rücktritts aufhorchen, weil sie im Dezember Nachwuchs erwartet. Eine ausichtsreiche Kanidatin für die Bundesratswahlen gibt von sich aus w.o. und zieht sich ins Privatleben zurück (!?). Ja, denn da bleibt sie sich treu – einen Mutter sollte vor allem fürs Kind da sein. “Ich habe zwar viel für die SVP ­gemacht, aber jeder ist ersetzbar!“ gibt sie Blick Online im Interview bekannt. Für die Waadtländer FDP-Nationalrätin Isabelle Moret (38) darf ein Kind kein Hindernis für die Karriere sein. Sie hat eine knapp dreijährige Tochter und will für die Couchepin-Nachfolge kandidieren. Im Gegensatz zu ihren Ratskolleginnen Schmid-Federer und Galladé hält Jasmin Hutter gar nichts von einer staatlichen Förderung für Kinderkrippen. Die Kinderbetreuung sei ausschliesslich Privatsache, betont sie. Nun ja, nicht jeder ist Doppelverdiener. Andere Kolleginnen finden es für stossend, sollte sie wider Erwarten doch ihre Meinung ändern und im Nationalrat verbleiben. Bei ihrer Einstellung zur Familienpolitik im Allgemeinen sonst ein verschmerzbarer Verlust.

Mit Denunzianten gegen Betrüger

Noch schlimmer geht’s nimmer. Oh doch. Erich Hess von der Jungen SVP richtet eine Spitzel-Hotline in Bern ein, damit Bürger verdächtige Sozialhilfeempfänger anschwärzen können. Die «originelle» Idee des Lastwagenführers und Jung-SVP-Präsidenten, der wegen einer Alkoholfahrt für die nächsten 3 Monate auf den öffentlichen Verkehr angewiesen ist, mag fürs erste die Volksseele beruhigen. Ja man könnte glatt sagen, einen ideale Ergänzung zu den Sozialinspektoren. Aber halt. Geht es noch. Zwar schränkt der selbsternannte Sozialdetektiv aufgrund der Kollegenproteste aus den anderen Fraktionen sein Ansinnen etwas ein, grundsätzlich ihm das wenig an: Meldungen würden zunächst auf ihre Plausibilität überprüft, etwa indem man sich im Wohnquartier des Verdächtigten umhöre, und dann den Behörden gemeldet.
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Das funktioniert so nicht. Dazu müssten die Nachbargemeinden mit eingeschlossen werden, denn dorthin flüchten die Sozialhilfeempfänger aus Scham zum Poasten und Sonntags zum Gottesdienst um ja nicht von der Seite dumm angesprochen zu werden. Andererseits, wie erkennt man einen solchen Empfänger. Wie verhält der sich, damit man Rückschlüsse auf seinen Status ziehen kann. Nicht jeder BMW-Fahrer ist Sozialhilfeempfänger. Zerrissene Jeans sind modern. Also wie ?

Man darf es nicht abstreiten, es gibt Betrüger in den Sozialsystemen. Jedoch auch anderswo. Nur mit Speck fängt man keine Mäuse. Denunzianten bleiben vor Ort. Es gäbe ganz banale Instrumente der Erkennung des Betruges. Solange aber Invaliden und Betroffenen mehr und mehr von vornherein jegliches Sozialnetz verweigert wird, gibt es wenig zu denunzieren. Das kann sich die SVP auf die Fahnen schreiben. Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen, Herr Hess! Denn das V im Parteinamen könnte leicht zum Verhinderer mutieren. Der Schaden am Gemeinwohl wäre weit grösser.
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Nachtrag abends: Hotline läuft heiss (Bluewin.Online.ch) Denunziation hat - zu Recht - einen miesen Ruf

09.07.2009

Serviceroulette

Unser Blog zählt ja auch zu jenen, welche die ein oder andere Firma an den Pranger stellt, wenn es mal wieder nicht so klappt, wie man es sich als Kunde erwarten dürfte. Getreu dem Motto, die beste Propaganda ist die Mundpropaganda, steht dann einen Firma mal schnell im Fokus der breiten Kritik. Nein, ich habe nicht plötzlich die Seiten gewechselt. Andererseits versuche ich mich doch im Alltag fair zu verhalten. Der Kunde ist König. Mag ja stimmen, wenn auch schon etwas veraltet. Deshalb vorallem, der Kunde bezahlt mit seinem sauer verdienten Geld. Er ist die Lebensader eines Unternehmens. Dass ist meines Erachtens der springende Punkt. Vor Wochen war ich ja aufgrund eines Freundschaftsdienstes mit mehreren Providern befasst. Ja vom Anbieterschrecken der Nation der Cablecom bis hin zu Sunrise. Meine Aufgabe sollte es sein, für einen Kollegen, der entnervt sein Cablecomabo gekündigt hat, einen neuen Anbieter zu finden. Dabei ist mir etwas aufgefallen, was vielleicht die Sache mit der Servicewüste Schweiz relativiert.

Naturgemäss geht es bei der Suche für ein neues Angebot zum Internetzugang um Preis, Leistung und Service. Da ich ja mehr oder weniger an die Wohnung gebunden bin, blieb mir nur der telefonische Weg. Vorab einmal grob im Internet vorinformieren und dann ran an die Tasten, um da und dort telefonisch anzufragen. Im Zeitalter der modernen Kommunikation erkennt der dortige Mitarbeiter meine Nummer. Manche wollten somit auch nicht verstehen, warum ich den für einen Kollegen anrufe. Warum macht der das nicht selbst ? Nun ja, ehrlich gesagt, ist er nicht so sprachversiert um eine solche Sache gütig zu Ende zu bringen. Zeigte sich ja beim Vertrag mit der Cablecom. Plötzlich hatte er Internet, Telefon und TV. Gut – mein Sprüchlein aufgesagt und nachgefragt (nachdem ich mich vorher durch die Computerabfrage nach dem Zweck meines Anrufes durchgeklickt hatte… Taste 1 , Taste 3 und … ) Wie viel kostet ein Monatsabo mit etwa 5000 Kbits, wenn möglich mit Gratis-Wirlessmodem/router zu einem vernünftigen Preis ja und einem Telefonanschluss, wenn möglich mit der bisheriger Nummer. Im Vorfeld hat ja die Cablecom im Zuge der Kündigung gedroht, “ihre Dose“ zu demontieren. Umgekehrt wurde die vorhandene Swisscomdose in der Wohnung schon mehr als 5 Jahre nicht mehr benötigt.

Offenbar scheint mein Begehr für den einen oder anderen Mitarbeiter zu kompliziert. Entweder wurde ich unfreundlich unterbrochen (von wegen Datenschutz ??), zu Tode verbunden, rausgeschmissen oder an einen örtlichen Shop verwiesen. Hier scheint noch viel Nachholbedarf für Firmen gegeben zu sein. Den diese Schnittstelle zum Unternehmen entscheidet, ob einerseits die Werbeversprechen sinngemäss umgesetzt werden oder der Kunde so oder gar nicht beraten wird, dass er freiwillige das Weite sucht.

Roulette

Nun ergab meine telefonische Odysse, egal ob bei Swisscom, Sunrise, Orange usw.. Es ist entscheidet, welcher Mitarbeiter abhebt. Die Unfreundliche, übernächtigte oder der muffige Officemitarbeiter in Teilzeit, der jeden Anruf als persönliche Störung sieht. Ja, oder sie haben Glück und erreichen eine sachkompetente, aufgestellte Person, der es offenbar Freude macht für ihr Unternehmen zu arbeiten und der deutschen Sprache mächtig ist. Die bereit ist, auch ausserhalb ihres eigentlichen Aufgabenbereiches tätig zu werden. Ehrlich, ich muss euch sagen, da macht es Spass. Man kann also nicht generell sagen da oder dort ist der Service schlecht. Nein, innerhalb von 2 Anrufen lernen sie beide Seiten der Marketingspannbreite eines Anbieters kennen. Haben sie Glück, dann freut sich auch der Anrufer.

Zusammenfassend all der technischen Probleme, fasse ich für mich die Erkenntnis zusammen: Hotlines sind einen heisse Sache. Es kann aber auch ziemlich frostig werden. Deshalb sollten alle Anbieter hier ihre besten Leute hinsetzen. Das schafft Vertrauen. Ja sonst – wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er einmal die Wahrheit spricht. Schade. Weg mit dem Hotline-Roulette. Dann klappt es auch mit den Kunden wieder – vielleicht ein Leben lang.

08.07.2009

Sommerzeit nicht nur Urlaubszeit

Wer denkt bei dem schönen Wetter der letzten Tage an seinen Vermieter, die Nebenkostenabrechnung oder befasst sich mit dem Referenzzins. Der Körper verlangt nach Ruhe, Erholung und Lifestyle. Schön für die einen (Vermieter), böses Erwachen für die Anderen (Mieter).

Der Mieterverband vermeldete nach der Senkung des Referenzzinsmietsatzes von 3,5 auf 3,25 %, dass es diesmal klappen müsste und die Mieten runtergehen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Jedoch gibt es zahlreiche Verwaltungen im Lande, die lieber die Ferienzeit in vollen Zügen geniessen, als dem Gesetz der Logik, zu folgen. Viele von ihnen vertreten allerdings den Standpunkt, dass die Mieter ihr Senkungsbegehren stellen sollten. Mietreduktion bekommen ausdrücklich nur diejenigen Mieter welche auch einen Antrag auf Mietzinsreduktion stellen. Ob dieses Vorgehen "Krass missbräuchlich" bezeichnete werden darf, würde ein Gang vor die Schlichtungsbehörde zeigen. Von flächendeckenden Mietzinssenkungen kann also im Mieterland Schweiz überhaupt nicht die Rede sein.

Gibt es ein Gebot der Gleichbehandlung ?

Richtig, vergessen sie es. Lassen sie durch diese Tatsache nicht den Urlaub vermiesen. Auch wenn sie bei einer der zahlreichen Grillparties im nachbarschaftlichen Umfeld erfahren, dass sie für ihre gleich grosse Wohnung um FR 200.- mehr bezahlen als ihr Nachbar. Die Vermieterschaft kann einer Mietpartei einen günstigeren Preis machen. Speziell bei Mieterwechsel oder langem Leerwohnungsstand zählt Verhandlungsgeschick. Bei einem laufenden Mietvertrag wird es schon schwieriger. So bleibt unser Mietrecht weiterhin ein Vermieterrecht.

Das neue Mietrecht bzw. Revisionsvorlage wurde ja im Nationalrat dank der Lobbyisten mit 119 gegen 61 Stimmen abgelehnt. So heisst es weiter bitte warten. Ich weis ja nicht wie es ihnen geht. Aber im Laufe der Jahre ist langsam die Luft draussen, wenn ich hilflos solche Nachrichten lesen muss. Zumindest geht es mir so. Meine Gesundheit lässt ja nicht mehr all zuviele Höhepunkte zu, wie ja gerade die letzten schwülen Tage gezeigt haben. Man hängt eingegrenzt im Bewegungsdrang an einem 15 m langen Sauerstoffschlauch und kann die Natur vom „kühlen“ Zimmer aus betrachten. Den Balkon erreiche ich zwar noch. Tagsüber war es mir jedoch dort zu schwül. (Mieterverband Bild klicken)

Mieten gehört doch zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Trotzdem gibt es heute noch weit zuviele Mitbürger, die ohne ein Dach über dem Kopf ihr Dasein fristen. Nicht immer selbstverschuldet. Der Punkt aber ist, dass wir mit der Unterzeichnung des Mietvertrages zwar Wohnraum überlassen bekommen, der uns helfen kann, gewünschte Lebensqualität zu erreichen. Wären da nicht immer die jährlichen Heizkostenabrechnungen, Referenzzinssenkungen u.v.a.m. . Aber vor allem die kleinen Scharmützel mit den Verwaltungen zehren an den Nerven. Mein Gott, muss das wirklich sein. Wegen jedem kleinen Unterhalt, der Nebenkostenabrechnung und der Miete im allgemeinen. Sogar der grosse Mieterverband schafft es nicht unsere Interessen zu vertreten. Bei der Macht der Lobbyisten im Parlament sicher verständlich. Zählt das Recht der Stärkeren.

Sicher ist nur eines. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub, wird da und dort die leidige Nebenkostenabrechnung im Briefkasten liegen. Und mit einem Schlag ist die ganze Erholung flutsch. Trotzdem, schöne Ferien.

07.07.2009

Stabsübergabe auf der IV-Stelle der SVA St.Gallen

Ursula Uttinger hat per Anfang Juli 2009 die Leitung der IV-Stelle bei der SVA St.Gallen übernommen. Sie folgt auf Susanne Schocher, die diese Stelle seit 1. November 2001 während knapp acht Jahren erfolgreich leitete. Die IV-Stelle und damit ihre Leiterin Susanne Schocher waren während dieser Zeit immer wieder mit neuen, grossen Herausforderungen konfrontiert. Mit ihrem Team von zuletzt 180 Mitarbeitenden galt es für die scheidende IV-Stellenleiterin, sich immer wieder neuen gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu stellen.

Dabei konnte Susanne Schocher stets auf die vielfältigen Erfahrungen aus ihrer langjährigen Tätigkeit (seit 1978) auf der IV-Stelle bauen. Sie wird ihr Wissen und ihre Erfahrung auch künftig in den Dienst der SVA St.Gallen stellen und innerhalb des Direktionsstabs mit Spezialprojekten und zuerst mit der Einarbeitung der neuen Stellenleiterin beauftragt sein. Vielfältige QualifikationenMit Ursula Uttinger konnte die SVA St.Gallen eine neue Leiterin der IV-Stelle gewinnen, die jene vielfältigen Qualifikationen mitbringt, die für eine erfolgreiche Führung der IV-Stelle notwendig sind.

Als ehemalige Chefin der Stabsdienste der Kantonspolizei St.Gallen verfügt sie über die erforderlichen Führungsqualitäten, um ihr rund 180-köpfiges Team zu leiten. Ergänzend zu ihrem Rechtsstudium und ihrem exec. MBA der Universität St.Gallen verfügt Ursula Uttinger über vertiefte Kenntnisse in der Versicherungsbranche und des Gesundheitswesens. Dank ihrer mehrjährigen Tätigkeit als leitende Auditorin der Schweizerischen Gesellschaft für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS) bringt sie für die weitere Verbesserung der Dienstleistungen der SVA St.Gallen ausgezeichnete Voraussetzungen mit.

06.07.2009

Ja wenn alle die,

einen ablehnenden Bescheid von der IV erhalten haben, sich die Kugel geben würden, bestünde vielleicht die Chance auf einen Neubeurteilung des derzeitigen Systems. So könnte man/frau es überspitzt behaupten, wäre dabei nicht ein Menschenleben zu beklagen, was die ganze Angelegenheit auf eine andere Ebene hebt. Zumindest wenn man die Fakten zusammenfasst, die der Blick in seiner Sonntagsausgabe recherchiert hat und zum Selbstmord des entlassenen IV-Kaderarztes zu Papier brachte.

Was löste den Suizid aus ?

Am Anfang stand eine Recherche-Anfrage der Zeitschrift «Beobachter». Diese hatte eine alte Geschichte über Petros K. ausgegraben, welche vor ein paar Jahren in diversen Medien erschien. Laut den Grundsätzen der IV-Stelle Bern erwartet diese fachliche und zwischenmenschliche Fähigkeiten von einem Vorgesetzten, welche sie einsetzt. Soweit gut. Nur stellt sich hiebei schon die Frage, ob in der Privatwirtschaft ein abgelehnter IV-Antragsteller ebenso behandelt würde, sollten die Vorwürfe der Fälschung eines Laborblattes um einen Mitkonkurrenten auszustrechen richtig sein. Noch dazu wenn noch der Vorwurf hoher Schulden im Raum stünde. Die private Wirtschaft würde an dieser Stelle einfach festhalten, man müsste von einer Anstellung Abstand nehmen, weil die Vertrauensbasis fehlen würde. Der Bewerber wäre in dieser Position erpressbar. Dossier zurück. Der kleinen Mann von der Strasse, hätte umgekehrt mit Schulden oder Pfändungen gar keinen Chance auf einen Kaderposten. Ja nicht einmal zum Kassier bei einem Detailhändler würde es reichen. Der «Beobachter» wollte von der IV wissen, wie es möglich sei, einen Arzt mit einer solchen Vergangenheit als Gutachter zu beschäftigen. (AbrissQuelle: Blick.ch)

Der IV-Chef in Bern sagt zu den Vorwürfen: «Wir waren nicht überzeugt, dass bei ihm die Eignung für die Tätigkeit bei der IV gegeben ist.» Etwas ähnliches von wegen Eignung gab es ja schon einmal in Zürich mit dem Doppelleben von Arnulf M., ärztlicher Leiter des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV Zürich. Gut, das Leben hält oft unerwartet Überraschungen parat. Dabei sollte niemanden die berufliche Existenz abhanden kommen, solange keinen kriminellen Machenschaften oder Mobbing dahinterstecken. Um zur Einleitung zurückzukehren. "Wir erwarten zwischenmenschliche Fähigkeiten" sagte der IV-Chef. Hier stellt sich die Frage, wo wird diese in der Praxis eingesetzt ? Die geht doch mit den Vorgaben der IV-Revision verloren. Ebenso wie das Leben zahlreicher Betroffenen, die Opfer falsch verstandener Sparpolitik wurden und denen man die zustehende IV streicht, verweigert, weil es offenbar heisst Quoten und Auflagen zu erfüllen. Menschlichkeit ist ein grosses Wort. Dazu gehört mehr als der Kumpeltyp in der Abteilung zu sein. Gerade als Arzt sollte einem Menschlichkeit näher stehen als andere Mitbürgern.

Die Schocknachricht

Bis vorletzte Woche war Petros K. als Gutachter für die Invalidenversicherung Bern (IVB) tätig. Aufgrund der unerwarteten Beobachterrecherchen, wurde er am 24. Juni ins Büro des Direktors zitiert. Die Journalisten-Anfrage löste beim Direktor Panik aus. «Er sah bereits die Negativschlagzeilen. Deshalb hat er den ausgewiesenen IV-Gutachter über die Klinge springen lassen», sagt ein Insider. Unumwunden teilte ihm dieser mit, dass er entlassen und per sofort freigestellt sei. Petros K. verliess nach der Schocknachricht die IV-Stelle Hals über Kopf. Später Kollegen machten sich auf die Suche nach ihm. Der bei der IV geschätzte und beliebte Arzt blieb unauffindbar. Stunden später meldete sich seine Frau. Ihr Mann, Offizier der Armee, habe sich in der Nähe von Zürich mit einer Pistole umgebracht. (Unser Beileid an die Hinterbliebenen)

Mir geht es nicht hier zu richten oder gar zu werten. Aus zahlreichen Gesprächen weis ich allerdings, dass viele in der Situation der IV-Ablehnung auch an Suizid gedacht haben. Andererseits haben wir an dieser Stelle schon mehrfach von Fehlurteilen der IV-Beauftragten berichtet und Presseberichten dazu aufgeführt. Es entsteht Druck auf beiden Seiten. Vielleicht ein Zeichen an die Hardliner der IV-Revision, doch einen Gang zurückzunehmen und auch die Menschen und deren Schicksale dahinter zu sehen. SchweizerInnen und Schweizer wie du und ich oder Menschen, die für dieses Land oft jahrzehntelang ihren Beitrag geleistete haben, solange dies gesundheitlich möglich war. (*Name verändert)

Der Sohn des Toten, von Beruf Jurist, hat der IV Bern bereits rechtliche Schritte angedroht.

Zum Thema :
- Arzt gefeuert - er gab sich die Kugel (Blick Online.ch)
- Kuckucksei - Infomagazin Online

04.07.2009

"Küss mich"

Wie jedes Jahr am 6. Juli feiert die Welt den Tag des Kusses

Der Kuss ist laut Online-Lexikon Wikipedia „der Körperkontakt eines Subjekts oder Objekts mit den Lippen. Er ist eine in sehr vielen Kulturen bekannte Ausdrucksform einer Emotion“ oder einfacher gesagt: die schönste Nebensache der Welt! Ihm also einen der 365 Tage des Jahres zu widmen, ist mehr als gerechtfertigt.

Küssen ist allerdings nicht nur schön, sondern auch gesund. Eine amerikanische Untersuchung hat ergeben: Wer oft küsst und geküsst wird, lebt länger !

Küssen baut Stress ab, bekämpft depressive Zustände, Frustrationen und Ängste. Es wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet, das versetzt den Körper in freudige Alarmbereitschaft

Küsse trainieren die Lunge: Statt normaler 20 Atemzüge pro Minute sind während des Kusses und danach bis zu 60 möglich.

Kuss-Arten und ihre Bedeutung haben weltweit eine spezielle, individuelle Tradition. Die bekannteste für uns Schweizer ist der Wangenkuss. Er ist ein Begrüßungs- oder Abschiedskuss unter Freunden, meist unter Frauen. Je nach Land ist er mehr oder weniger gängig. In Frankreich und der Schweiz küsst man sich zu jeder Begrüßung und bei jedem Abschied dreimal. In der Türkei ist es gängig, dass sich Männer und Frauen zur Begrüßung und zum Abschied zweimal auf die Wangen küssen.

In Wien sagt man : "Küss die Hand !". Hier wir nicht wirklich geküsst, sondern die Lippen an die Hand der Dame geführt, ohne diese wirklich zu berühren. Der Kuss wird nur angedeutet.

Heute schon geküsst?

03.07.2009

Kostensenkende Massnahmen im Bereich der Medikamente

Krankenversicherung

Der Bundesrat und das Eidg. Departement des Innern (EDI) haben verschiedene Sofortmassnahmen beschlossen, um die Kosten der Medikamente zu senken. Dadurch sollten ab nächstem Jahr Einsparungen zugunsten der Krankenversicherung von über 400 Millionen Franken erzielt werden. Zudem wird der Maximalrabatt bei Wahlfranchisen gesenkt. Um den steigenden Kosten zu Lasten der Krankenversicherung entgegen zu wirken, haben der Bundesrat und das EDI Massnahmen zur Senkung der Kosten bei den Medikamenten beschlossen:

- Senkung des Anteils für den Vertrieb von Medikamenten um 3%. Dieser Anteil sinkt von 15% auf 12% für Medikamente bis zu einem Preis von Fr. 880 und von 10% auf 7% für Medikamente, deren Preis auf Fr. 880 oder höher liegt.

- Erweiterung des Länderkorbs (Deutschland, Dänemark, Grossbritannien, Niederlande) für die Prüfung der Wirtschaftlichkeit mit den Ländern Frankreich und Österreich;

- Überprüfung eines Medikamentes alle drei Jahre nach Aufnahme in die Spezialitätenliste auf Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Aufgrund dieser Überprüfung kann der Preis vom BAG gesenkt werden.

- Ausserordentliche Preisüberprüfung aller Medikamente, die zwischen 1955 und 2006 auf die Spezialitätenliste aufgenommen wurden auf Basis des neuen Länderkorbes;

- Regelmässige Überprüfung des Preises, wenn die Indikation eines Präparates erweitert wird;

- Die Preisbildung der Generika wird neu in drei Stufen (20 Prozent, 40 Prozent und 50 Prozent) im Verhältnis zum Marktvolumen des Originalpräparates geregelt.

Maximalrabatt für wählbare Franchisen wird gesenkt

Um die Solidarität zwischen den Versicherten im Hinblick auf die Prämien 2010 zu stärken, senkt das EDI zudem den Rabatt für wählbare Franchisen von 80% auf 70%. Erwachsene Versicherte, die eine höhere Franchise als 300 Franken wählen, beteiligen sich im Krankheitsfall stärker an den verursachten Kosten. Sie erhalten für dieses höhere Risiko einen Prämienrabatt.

Bisher durfte diese Ermässigung maximal 80% des erhöhten Risikos betragen, neu nur noch 70%. Für eine Franchise von 1'000 Franken etwa, konnte ein Rabatt von höchstens 560 Franken pro Jahr gewährt werden (80% von 700 Franken, der Differenz zwischen der höheren Franchise von 1'000 Franken und der Normalfranchise von 300 Franken). Neu wird die maximale Ermässigung bei diesem Beispiel auf 490 Franken (70%) reduziert.

Der Bundesrat hat die entsprechende Verordnungsänderung auf den 1.Januar 2010 gutgeheissen.

Bundesamt für Gesundheit

29.06.2009

Blogunterbruch

Wenn einer eine schwere Krankheit hat, dann kann er was erzählen! Meine Herzprobleme wären so einen unendliche Geschichte, die manchen Blogartikel füllen würde. Wie ihr ja den aktuellen Medien entnehmen könnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten seinem kranken Organ Gutes oder Unpassendes zu tun. Für mich nehme ich in Anspruch, einfach ein paar Tage Erholung zu suchen, um wieder etwas Kraft zu tanken. Wer mich kennt, weis, dass dies für mich keine einfache Entscheidung war, den Blog für ein paar Tage alleine zu lassen. Zuviel gäbe es zu berichten von Ungerechtigkeit, Missachtung der Menschen und ihrer Bedürfnisse und Ansprüche - einfach aus dem sozialen Alltag .
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Ich nehme mein heutiges Wiegenfest als Anlass, mir eine Outzeit zu gönnen. Dabei bin ich überzeugt, nach meiner Rückkehr , wieder alle meine treuen Leser vorzufinden, soweit sie sich nicht schon im wohlverdienten Urlaub befinden. Und jenen die zur Zeit etwas am kränkeln sind , hört auf euren Körper und gebt ihm die Chance zu Regeneration. Es gibt Dinge im Leben , die kann man nie wieder nachholen. Dazu zählt seinen Körper über Gebühr zu strapazieren. In diesem Sinne eine schöne Zeit. Für Ungeduldige - einfach wieder mal im Archiv blättern !

Peter

27.06.2009

Stabilisierungsmassnahmen z.Stützung der Konjuktur

Möchten Sie sich ein Gesamtbild über die Stabilisierungsmassnahmen zur Stützung der Konjunktur verschaffen? Wollen Sie die Umsetzung der bereits in Kraft getretenen Massnahmen verfolgen? Benötigen Sie ausführliche Angaben zu einzelnen Projekten? Das SECO stellt Ihnen neu die dreisprachige Informationsplattform http://www.stabilisierungsmassnahmen.ch/ zur Verfügung.
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Wirtschaftslage

Im Vergleich zum März haben sich die weltweiten Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2009
nochmals verschlechtert. Die Expertengruppe des Bundes prognostiziert für 2009 einen Rückgang der Wirtschaftsleistungen von -2,7%. Auch 2010 dürfte die Wirtschaft trotz langsam einsetzender Erholung noch leicht um -0,4% schrumpfen. Für beide Jahre ist mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen: Für 2009 wird eine Quote von 3,8% (ca. 150‘000 Arbeitslose) prognostiziert und für 2010 5,5% (ca. 215‘000 Arbeitslose). Konjunkturprognosen

Übersicht Stabilisierungsmassnahmen Letzte Änderung: 26.06.2009

Warum ein Vorgehen in Stufen?

Die Unsicherheit über Verlauf und Dauer der Krise ist ungewöhnlich hoch. Es handelt sich nicht um einen Konjunkturabschwung nach einer wirtschaftlichen Boomphase, sondern um eine weltwirtschaftliche Krise, die durch das Platzen einer aussergewöhnlichen Kredit- und Immobilienblase ausgelöst wurde. Dies überlagert den Konjunkturabschwung und führt zu strukturellen Anpassungen im Finanzsektor. Wie rasch und wie tief dieser Anpassungsprozess verlaufen wird, ist nicht abschätzbar.

Anders als in anderen OECD-Ländern blieb in der Schweiz die wirtschaftliche Situation eines Grossteils der Wirtschaft bis weit in den Sommer 2008 sehr gut. Mit der zunehmenden weltwirtschaftlichen Abschwächung begannen gegen Ende 2008 die Exporte deutlich nachzugeben und auch die Aussichten für die Ausrüstungsinvestitionen wurden zunehmend schlechter.

Der stufenweise und gezielte Einsatz der konjunkturpolitischen Instrumente ist entsprechend dieser Dynamik erfolgt:
- Massnahmen zur Stärkung des Finanzsystems
- Expansive Geldpolitik u.a. mit dem Ziel, den Aufwertungsdruck zu mildern
- Zusätzliche finanzpolitische Massnahmen zur Stärkung von Investitionen und Konsum, d.h. die - Stabilisierungsmassnahmen Phase 1 und 2

Staatssekretariat für Wirtschaft

26.06.2009

Die neue Pflegefinanzierung tritt auf den 1. Juli 2010 in Kraft

Der Bundesrat hat das Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung auf den 1. Juli 2010 in Kraft gesetzt. Gleichzeitig hat er die Ausführungsbestimmungen dazu beschlossen.
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In der Sommersession 2008 verabschiedete das Parlament das Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung, welches die Krankenversicherung, die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie die Ergänzungsleistungen (EL) betrifft. Diese Gesetzesänderungen sowie die notwendigen Ausführungsverordnungen des Bundes treten auf den 1. Juli 2010 in Kraft. Damit verbleibt den Kantonen ein weiteres Jahr, um die erforderlichen Ausführungsbestimmungen zu erlassen und die neue Pflegefinanzierung fristgerecht einzuführen. Die relativ rasche Inkraftsetzung ist notwendig, um eine drohende Kostenzunahme zu Lasten der Krankenversicherung zu verhindern.
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Die neue Pflegefinanzierung regelt die Aufteilung der Pflegekosten und deren Übernahme durch die Krankenversicherung, durch die Versicherten und die Kantone. Die Neuregelung soll für die Krankenversicherung kostenneutral sein und für sie zu keiner finanziellen Mehrbelastung führen.

Die Ausführungsverordnungen des Bundes betreffen in erster Linie die Krankenversicherung. In der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) werden die Modalitäten der Finanzierung der Pflegeleistungen geregelt, die ambulant oder in einem Pflegeheim erbracht werden. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung leistet künftig einen fixen, nach Zeit-aufwand abgestuften Beitrag an die ärztlich verordneten Pflegeleistungen. In der KVV wird die Kompetenz zur Festsetzung dieser Beiträge an das EDI delegiert. In der Verordnung des EDI, der KLV, werden die Beiträge festgesetzt. Ebenso werden in dieser Verordnung die Leistungen der Akut- und Übergangspflege geregelt, die im Anschluss an einen Spitalaufenthalt während maximal 14 Tagen übernommen werden.

Die Pflegefinanzierung betrifft auch die AHV und die EL. Aus diesem Grund wurde auch eine Anpassung der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversi¬cherung bezüglich der Heimdefinition vorgenommen. Die Änderung der KVV zur Umsetzung der Pflegefinanzierung wurde zum Anlass genommen, auch noch weitere Punkte zu revidieren. Diese betreffen insbesondere die Verlängerung der Dauer der kantonalen Pilotprojekte für die Kostenübernahme für Leistungen im Ausland sowie die Organisationen der Physiotherapie. Diese Änderungen treten bereits auf den 1. August 2009 in Kraft.

Eidgenössisches Departement des Innern /BAG
Internet: http://www.edi.admin.ch/

25.06.2009

Soziale Sicherheit CHSS 3/2009

Schwerpunkte der Publikation Mai/Juni:

Jugend und Gewalt :
Jugendliches Gewaltverhalten gibt grundsätzlich Anlass zur Sorge
, Wirksame Prävention in den Themenfeldern Familie, Schule, Sozialraum und MedienAuf dem Weg zu einer wirksamen Gewaltprävention, Umfassender Ansatz für ein komplexes Phänomenrävention ist bester Opferschutz - mehr wäre möglich, Anstieg der Jugenddelinquenz - Mythos oder Realität?

Kompetenzorientierte Familienarbeit:
Familien stärken, Gewaltintervention und Prävention an Schulen am Beispiel der Stadt Zürich

Invalidenversicherung

Betrugsbekämpfung in der Invalidenversicherung - eine Standortbestimmung, Evaluation der Beiträge an Organisationen in der privaten Behindertenhilfe, Übergänge zwischen den Leistungssystemen der sozialen Sicherheit

Familienfragen
Zeitgutschriften für die Begleitung, Betreuung und/oder Pflege älterer Menschen Parlament
Parlamentarische Vorstösse
Gesetzgebung
Daten und Fakten
Agenda (Tagungen, Seminare, Lehrgänge)
Sozialversicherungsstatistik

Als PDF zum Download:
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Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV)

22.06.2009

Personenfreizügigkeit: Internetplattform www.entsendung.ch mit Lohnrechner

Um die Arbeitnehmenden zu schützen, hat die Schweiz mit der Personenfreizügigkeit flankierende Massnahmen zur Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen eingeführt. Firmen aus dem Ausland müssen sich an die in der Schweiz üblichen Arbeitsbedingungen halten. Das SECO stellt neu die Internetplattform www.entsendung.ch zur Verfügung, die gezielt über alle Aspekte der Entsendung und Flankierenden Massnahmen informiert. Die Plattform bietet zum Beispiel einen Lohnrechner an, mit dem Mindestlöhne einfach ermittelt werden können. http://www.entsendung.ch/ ist eine dreisprachige Informationsplattform (d, f, i). Unternehmen aus dem In- und Ausland können sich hier über die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz sowie in den einzelnen Kantonen informieren.

http://www.entsendung.ch/ bietet Arbeitgebern, welche Aufträge in der Schweiz erledigen, eine Hilfestellung zu ihren häufigsten Fragen. So erfahren ausländische Unternehmen, ob sie eine Bewilligung brauchen, um in der Schweiz tätig zu werden oder ob sie sich nur anmelden müssen. Weiter informiert sie die Website, wie das Meldeverfahren richtig abgewickelt wird oder welche allgemeinverbindlichen Mindestlöhne in den entsprechenden Branchen und Kantonen gelten.
In vielen Bereichen, in denen Entsendebetriebe tätig sind, gelten allgemein verbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge (AVE-GAV). Damit sich Interessierte in dieser komplexen Materie besser zurecht finden, gibt es auf dieser Internetplattform ein Instrument, das das Finden des richtigen GAV erleichtert. Dabei wird für jeden GAV eine Zusammenfassung geliefert (GAV-Summary). Wer den Vertrag in der ausführlichen Form konsultieren will, findet auch diesen mit nur wenigen Klicken.

Damit Arbeitgebende und Arbeitnehmende rasch und einfach erfahren, welcher Mindestlohn in ihrem Fall gilt, bietet die Website einen Lohnrechner an. Die Plattform ist interaktiv und benutzerfreundlich. Sie erlaubt gezielte Abfragen und führt den Benutzer rasch zu den für ihn relevanten Informationen. Falls der Besucher der Webseite keine passende Antwort auf eine Frage findet, helfen weiterführende Adressen weiter.

Staatssekretariat für Wirtschaft
Internet: http://www.seco.admin.ch/

Zusätzliche Verweise:
Internetplattform www.entsendung.ch
SECO-Bilddatenbank

Kassen verschwenden Gelder

Die Jagd scheint eröffnet. Zwar erscheinen mir die Bemühungen der Krankenkassen um gesunde, junge Menschen nur auf den ersten Blick zielführend. Sie würden zwar jeden ärztlichen Test bravourös bestehen. Doch ihre Freizeithobbies zählen zu jenen Hobbies mit erhöhtem Unfallrisiko. Basejumping, Mountainbiking quer durch die Bergwelt und all die Hochrisikosportarten mit jahrelanger REHA können für die Jäger ins Geld gehen. Dazu noch die gesunden Töffahrer, die Geschwindikeitsbegrenzungen mit Lottozahlen verwechseln.

Doch statt griffigere Massnahmen zu ergreifen, die dazu beitragen effektiv Kosten einzusparen, verschwenden die Krankenkassen weiterhin Millionen für Makler. Ihr Ziel: Mit Provisionen schnappen sie andern Kassen gesunde Versicherte weg. Ein Unsinn, der viel kostet und nichts bringt. Ebenso die generösen Mitarbeiterleistungen beginnend bei der Prämienbefreiung oder Reduzierung der Beiträge, Fitnesscenter am Arbeitsplatz usw., umsomehr die ja auch aus dem Prämientopf bedient werden. Dazu kommen die horrenden Kaderkosten. Schicksalhaft die Ablehnung einer Einheitskasse, deren Auswirkungen wir jetzt finanziell mit tragen müssen. Die Krankenkassenprämien steigen und steigen. Von wegen der Markt spielt.

Für jeden Abschluss zahlen sie dem Makler eine Provision. Die Kassen wollen gesunde Versicherte, sogenannt gute Risiken. Dafür belohnen sie die Makler. Wie viel Geld die Krankenkassen für Provisionen bezahlen, zeigen vertrauliche Reglemente mehrerer Krankenkassen, die «Kassensturz» vorliegen. «Kassensturz» legt dem Gesundheitsökonomen Willy Oggier die Provisionsreglemente vor. Für den Experten ist klar: Die Kassen betreiben mit den Provisionen Risikoselektion.

Dieser Risikoausgleich hat jedoch ein grosses Manko. Der Gesundheitszustand wird praktisch nicht berücksichtigt, weil Alter und Geschlecht wenig damit zu tun hätten. Es lohnt sich deshalb für die Kassen gesunde Versicherte zu suchen. Was viele nicht wissen: Ältere Versicherte sind besonders lukrativ – wenn sie gesund sind.

Zum Thema : Einheitskrankenkasse - IM Nachlese

Näheres können sie dem Beitrag des Kassensturzs /SF vom 26.05. entnehmen.

20.06.2009

Im Tessin regt sich Widerstand

Unsere Weekendartikel befasst sich ja wieder einmal mit der Servicewüste im Telekommunikationsbereich. Unter den Augen der BAKOM werden die Kunden in der Schweiz vorgeführt, abkassiert und über den Tisch gezogen. Aber nicht nur bei der Cablecom. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Anbieter der Schweiz. Während Microsoft mit hohen dreistelligen Millionenbeträgen in der EU abgestraft wird, passiert bei unseren Providern nichts. Aber langsam beginnt sich Widerstand zu regen. Zumindest im Tessin.

Im Süden ist man dabei einen Verein gegen die Machenschaften der Cablecom auf die Beine zu stellen um gemeinsam gegen den TV Monopolisten vorzugehen. Eigentlich ein Armutszeugnis für einen Rechtsstaat, dass die Bürger zur Selbsthilfe greifen müssen?
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Bitte anklicken (Quelle: Zürichsee Zeitung)

19.06.2009

Servicechaos auf der letzten Meile

Verlorene Lebenszeit oder ein gestohlener Tag

Ja,was ist schon ein Tag werden sie sagen. Nun ja, für mich einfach wertvolle 24 Stunden, die ich nach meinen Möglichkeiten versuche, möglichst schön zu verbringen. Denn leider ist es so, dass jeder der Letzte sein kann. Umsomehr ärgert es mich, welche Hürden und Hindernisse sich in der Schweiz auf tun, wenn jemand von einem Provider zum anderen wechseln möchte. Bei mir persönlich muss ich sagen, hat es ja Anfang des Jahres halbwegs geklappt. Die beiden letzten Tage brauchte ich, um einen Kollegen einen Freundschaftsdienst zu erweisen, wo ich im Vorfeld annahm, dass wäre in kurzer Zeit erledigt. Doch die Praxis strafte mich Lügen, wie schon lange nicht mehr.
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Es wird nicht besser, eher das Gegenteil
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Was ich dabei so an Inkompetenz, Ignoranz, Unwissenheit, Desinteresse in der heimischen Servicewüste der IT- Anbieter erleben musste, spottet jeder Beschreibung. Nebenbei durchläuft man einen wechselhafte Gefühlswelt. Es gibt nach meiner heutigen Erkenntnis nicht den "perfekten Provider oder Telefonanbieter" in der Schweiz. Jeder hat seinen Schwächen und Vorteile. Das beginnt schon beim Einstieg. Anfangs sind es ja nur Nummern, die sie der Tonbandansage folgend drücken müssen, um sich zum Ziel ihres Begehrens vorzuarbeiten. Bis sie schlussendlich bei einem menschlichen Wesen landen, welches dann seinen Namen ins Telefon schmettert, ohne dass sie diesen genau verstanden haben.

Übrigens, haben sie schon mal bei der Swisscom 0800 800 800 angerufen. Hier werden sie mit einem kurzen Stöhnen begrüsst, als ob sie eben mal ein Tet a tet gestört hätten.

Dieser Nummern-Tip-Vorgang scheint für den unbedarften Leser aufs erste bekannt und nicht näher erwähnenswert. Dabei liegt hier der springende Punkt in der Kommunikation zwischen Anbieter und Kunde. An dieser Stelle entscheidet sich, wie das weitere Gespräch verläuft und wie ihre Begehren erledigt wird. Swisscom war für mich diesmal die Enttäuschung schlechthin. Beim Mitarbeiterroulette fiel der Zufall auf die Wahl zweier Damen, die meines Erachtens im Dienstleistungsgewerbe nichts verloren haben. Da spreche ich dann lieber schon mit einem Computer. Fragwürdiges Verhalten bei der heutigen Arbeitslosigkeit. Der Mitarbeiter ist das wichtigste Bindeglied zwischen Anbieter und Kunde. Lektion 1 in jedem Mitarbeiterkurs. Schlussendlich bekam ich dann doch noch einen aufgestellten jungen Mann ans Telefon, der mir kompetente Auskunft zu meinen Fragen geben konnte.

Auf die Cablecom, die die ganze Suche ausgelöst hat, brauche ich ja hier nicht näher eingehen. (Sh. oben "Cablecom" Blog druchsuchen. Vor allem wer nicht nur Internet und Kabelfernsehen, sondern auch Digital- Telfon und Fernsehen dort gebucht hatte, kann sicher Geschichten erzählen. Ich erspare es ihnen. Jedenfalls braucht mein Kollege ab 30.Juni einen neuen Telefonanschluss mit Internetzugang.Angebotswirrwarr bei Swisscom. Als Swisscomkunde kenne ich ja im Grossen und Ganzen die Angebote des Monopolisten. Jedoch nicht das Kleingedruckte. Denn hier liegt eigentlich die künftige Kostenfalle begraben. Als Vorgabe steht also ein aktives PrepaidHandy von Sunrise (vorhanden) zur Verfügung. Gesucht wird ein neuer Telefonanschluss mit Internet. Nachdem die gekündigte Hauptanschlussnummer (Festnetz) nicht mehr verwendbar ist, weil der Kunde selbst gekündigt hat, bekommt er lt. Offerte einen neue Tel.Nummer ( Kosten 43.- Franken, angeblich geht das nur so !). Sehe es eher als eine Strafgebühr für Rückkehrer! 5000-er Abo um FR 49.- und Grundgebühr für Festnetz von 25.50 . Im Paket dabei ein einfaches Modem. Ein Wlan-Modem würde zusätzlich FR 98.- kosten. Zusammengerechnet trotz 2 Monaten Welcomebonus nicht akzeptabel, umsomehr noch die Kosten für den Elektriker dazu kommen, die sich auf FR 100 – 150.- belaufen. Für mich schlichtweg einen grosse Enttäuschung, umsomehr wir erst selbst vor Monaten den Provider zu Swisscom gewechselt habe. Nur zwischendurch hat sich bei denen einiges zum Nachteil für künftige Kunden verändert. Für fast FR 80.- und 5000 Kbps ein überrissenes Angebot für heutige Tage und Alternativen.
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Der Überraschungskanidat – Sunrise
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Von Cablecom kommt er. Swisscom demonstriert sein Machogehabe als Besitzer der letzten Meile, welche bei der Geschichte später noch eine grössere Rolle spielen sollte, mit inakzeptablem Preisgefüge und Verwirrungen. Orange und Sunrise liegen im Angebot nahe beisammen. Was haben wir schon über Sunrise geschimpft, so wie andere über Cablecom oder wieder andere über Swisscom. Zwischenerkenntnis des Marathons. Die richtige Frau, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit – im Klartext, wenn der Mitarbeiter nicht will, geht gar nicht viel. Nach 2 Stunden Hoffnung keimte Hoffnung auf. Eine Dame bei Sunrise mit bekanntem Namen hörte anfangs geduldig meinem Anliegen zu. Ja welches Schweinderl nehmen wir denn ? Auch bei Sunrise nicht so einfach. Zu viele Sternchen mit Zahlen neben den Angeboten lassen Irrrungen erahnen. Doch die Frau brachte es auf den Punkt. Click & Call 5000 + nennt sich das Angebot. Darauf hätten wir uns soweit schnell geeinigt. Es gab nur ein lästiges Problem. Um den Kollegen vor hohen Kosten zu bewahren, musste dieser oder ich, die Nummer des letzten Mieters eruieren. Doch woher nehmen nach vier Jahren. Anruf bei der Hausverwaltung. Auch hier schien sich mein Glück gewendet zu haben. Zumindest versuchte die Dame freundlich und kompetent, die Nummer aus den Unterlagen zu spicken. Ohne dass ich deren Kunde war. Doch leider vergebens. Zurück an den Start.

Bis vor ein paar Wochen war ich noch im Besitz alter Ausgaben von Twixtel. Sie fielen jedoch der derzeit lfd. Entrümpelung zum Opfer. Verdammt, gerade jetzt hätten sie mich retten können. Aber auch dieser Zug schien abgefahren zu sein. Höchstwahrscheinlich war das ein Swisscomanschluss. Schweizer stehen zu ihren Vertragspartnern. Zumindest früher. Anruf bei Swisscom. Geschichte kurz vorgetragen und schon stürzte ein Wortschwall an mein Ohr, dass ich richtig Angst um meine Lauscher bekam. " Was glauben sie denn. Das unterliege dem Datenschutz?!! " Das geht nicht. Meinem Einwurf Telefonnummern könnte man ja heute überall raussuchen, ignorierte sie. Wer behält denn 4 Jahre sein Telefonbuch. Aber sie, die Swisscom hat doch sicher noch die Nummer irgendwo gespeichert. Nicht mehr und nicht weniger war mein Begehr. Eine Telefonnummer, keinen Kontonummer. Ihr unfreundliches Temprament schien kurz vor einer Explosion zu stehen. Gegen soviel Starrsinn ist nicht anzukommen. Also aufgelegt und tschüss.**
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Wie kommen wir an nun die alte Telefonnummer?
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Gemeindeamt / Meldeamt. Nein, da kommt sicher auch so etwas wie Datenschutz und so. Der Abend senkte sich nieder und meinen Gehirnzellen suchten nach einer Lösung. Denn hier, nach vier Jahren würde auch der teure Elektriker nichts nützen war der letzte Stand des Anmedleverfahrens. Ja, schlimmsten Fall gibt es sogar keinen Anschluss, sagte mir die Sunrisedame. Dann mein Einfall. Man könnte ja die Nachbarn fragen. Vielleicht hat einer zufällig die Nummer. Anruf beim Kollegen und Auftrag erteilt im Haus zu recherchieren. Nach einer Stunde hatte ich seinen Rückruf mit der gewünschten Telefonnummer. Inzwischen war die Nacht vorüber. Die Frau von Sunrise wollte mich am Vormittag zurückrufen. Um 11 Uhr klappte es. Jetzt endlich, mit der Nummer, war auch ihr Computer bereit, die Anmeldung zu akzeptieren. Und alles wegen dieser letzten Meile, wegen dieser Nummer. Die Swisscom weiss nicht, wohin ab Verteiler welcher Draht führt ( ein Fiasko und Armutszeugnis). Das heisst mühsam messen, welche Wohnung angeschlossen wird. Das im 21. Jahrhundert. Für den örtlichen Elektriker ein guter Nebenverdienst.

Finale
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Jede Geschichte hat ein Ende. Diese jedoch zwei. Bisher hatte ich bei der Swisscom Glück und war mit lauter freundlichen Leuten in Kontakt. Inklusive Servicetechniker, der mir bei meinen Anfangsproblemen zur Seite stand. Auch bei Cablecom gibt es solche und solche. Bei Sunrise hatte ich das Glück mit der Frau, die einen berühmten Namen trägt. Sicher ärgern wir uns da und dort, bei Unterbrüchen und dummen Antworten. Letzendlich scheint es aber so, als sei es ein Roulettespiel, wem man ans Telefon bekommt. Der eine engagiert sich. Der andere ist froh, wenn der Tag vorüber geht. Ob sie dabei an ihre Firma denken oder einfach so sind, wie sie sind entzieht sich meiner Kenntnis.Andererseits bedenklich, wie sich die Swisscom auf ihrer letzten Meile aufführt und diese verteidigt. Der Dumme ist der Kunde, der dann je nach Laune sehr viel Geld liegen lassen muss. Hier sollte man mal ansetzen und Listen erstellen. Zusammenfassend aus diesen Hilfsdiensten für Kollgen machte ich eben auch andere Erfahrungen. Dienstleistung beinhaltete " Dienste leisten ". Das macht man eben nicht mal so nebenbei oder aus Verlegenheit.

Jetzt warten wir auf den Vertrag und dann auf das Modem. Dann werden wir sehen, was ich meinen Freund vermittelt habe. Ob es vor allem gut rauskommt ? Für mich weis ich einfach, das solche Gefälligkeitsdienste nicht mehr so optimal für meinen Krankheit sind. Andererseits hilft uns der Kollege bei Alltagsentsorgungen und Besorgungen. Eine Hand wäscht die andere. Nachbarschaftshilfe sozusagen. Manchmal wird man halt länger eingespannt, als geplant. Trotz aller Beraterfirmen und Organisationsabläufen. Der Mitabeiter sollte die Vistenkarte des Unternehmens sein. Auch wenn sie goldene Löffel verkaufen. Oder ? Nein, das war Henry Ford und seine Werbestrategie ?

Zum Thema :
ADSL Standardangebote (Comparis)
Telecom-Forum und Message Board/Forum
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**Nachtrag Freitag: Swisscom ist immer für Überraschungen gut. Am Vortag noch sehr überheblich, die Auskunft wegen der letzten Telefonnummer schnippisch verweigert und heute lag plötzlich ein Antragsformular zur Unterschrift im Briefkasten. Inklusive der gesuchten Nummer, die gestern noch dem Datenschutz unterlag. Grundsätzlich war es nur eine Anfrage wegen eines Gesamtpaketes für Internet und Telefon. Sachen gibt es. Vortag einfach abklemmen und dann doch auf Kundenfang? Kundenanfrage abblocken und dann selbst zuschlagen! Da sind uns aber kompetentere und kundenfreundlichere Abläufe bei der Swisscom bekannt.

18.06.2009

Wir bieten Alternativen - Ihr VCS

OSTSCHWEIZ. Wer auf dem Rheinparkgelände in St. Margrethen parkiert, bezahlt nichts dafür. Nach der Neueröffnung müssen die Kunden ab November aber Parkgebühren zahlen. Der VCS verlangte NEU die Parkplatzbewirtschaftung des Einkaufszentrums (Tagblatt Online).11

Vor Tagen hatten wir dazu einen Artikel verfasst. Und, oh Wunder. Der sonst eher als Hardliner bekannte Verkehrsclub der Schweiz bietet künftig mögliche Alternativen an. Dank einem anonymen Tippgeber (Franz Satire) kamen wir in den Besitz erster Plakatentwürfe. Von direkter Umweltbelastung kann dabei nicht gesprochen werden. Nach unseren Recherchen ist die Pfeife des 1. Trägers mit einer Simulationsrauchausstattung aus dem Modellbahnbau ausgerüstet. Für die Lederhosen der Träger wurden ausgemusterte LKW-Plachen aufgearbeitet. Der Unterhalt der beiden Träger soll sich bei nur einem Zehntel der Kosten eines Kleinwagens im Monat einpendeln. Langfristig sollen beim Ausbau des neunen Servicedienstes die Arbeitslsoenquote in den Ballungsgebieten um fast 1 % gesenkt werden.1
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IM-Nachlese ( Bild by Träger 2. Ich war jung und brauchte das Geld)

Datenschutz bei Krankenversicherern

Die Untersuchung des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt, dass der Datenschutz bei den Krankenversicherern, welche die obligatorische Krankenpflegeversicherung und die freiwillige Taggeldversicherung nach dem Krankenversicherungsgesetz durchführen, weitgehend gewährleistet ist. In einigen sensiblen Bereichen besteht allerdings Verbesserungspotential. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe haben der EDÖB und das BAG als Aufsichtsbehörden im Dezember 2007 allen Krankenversicherern einen ausführlichen Fragebogen betreffend die datenschutzrechtliche Organisation und die Handhabung des Datenschutzes zugestellt.

Die Krankenversicherer haben grossmehrheitlich fristgerecht und vollständig die Fragebogen beantwortet. Die Auswertung der Umfrage liegt nun in einem Bericht vor. Die Untersuchung hat gezeigt, dass teilweise datenschutzrechtliche Mängel bei den Krankenversicherern bestehen. Der Bericht stellt eine gute Grundlage für die Optimierung des Datenschutzes bei den Krankenversicherern dar.
Die Resultate der Untersuchung zeigen, dass in den Bereichen Wirtschaftlichkeitskontrolle, vertrauensärztlicher Dienst, Case Management und Outsourcing Handlungsbedarf besteht. Zudem fehlen bei einigen Krankenversicherern ein Datenschutzkonzept und ein Bearbeitungsreglement. Hingegen verfügen die meisten Krankenversicherer über Datenschutzverantwortliche, welche überwiegend eine ausreichende Ausbildung haben. Einige Krankenversicherer haben allerdings bis heute keinen Datenschutzverantwortlichen eingesetzt und ihre Datenbanken entgegen den gesetzlichen Vorschriften auch nicht beim EDÖB registriert. Die Aufsichtsbehörden nehmen mit Befriedigung zur Kenntnis, dass eine klare Mehrheit der Krankenversicherer sich zu regelmässigen Datenschutzaudits bereit erklärt hat. Das zeigt die Sensibilisierung der Krankenversicherer für die Datenschutzproblematik und ist vor allem im Blick auf die Einführung eines elektronischen Patientendossiers eine wichtige vertrauensbildende Massnahme. BAG und EDÖB erwarten, dass diese Absichtserklärungen von den Versicherungen zügig umgesetzt und sie entsprechend informiert werden.

Weitere Informationen:
Weitere Ausführungen zu den Resultaten der Untersuchung sind im Bericht enthalten. Über die weiteren Schritte des EDÖB und des BAG informiert der zusammenfassende Bericht. Beide sind auf den Internetseiten des EDÖB und des BAG aufgeschaltet.

17.06.2009

Teure Marken – billige No-Names: Alles das Gleiche?

Es gibt ja dazu schon das ein oder andere Taschenbuch. Trotzdem wird immer gerne wieder einer der beiden Discounter ALDI oder LIDL als No-Name-Produktehändler abgestempelt. Auch in schwierigen finanziellen Zeiten sind leider noch viele der Meinung nur Markenware sei das Wahre.

Was zeichnet scheinbar einen Markenname oder sogenanntes Markenprodukt aus ?

Auch Grund von Börsennotierungen, Werbeaktivitäten für Sportmillionäre und Markenpflege wird ein normales Produkt zum Markenprodukt. Der Name zählt. Tausende lassen sich darauf ein und kaufen um 30 – 40 % dann die jeweiligen Markenprodukte teurer ein. Die Leute scheuen es, beim Poasten im Discounter vom Nachbarn gesehen zu werden.

Doch Verbraucherschützer warnen: Egal, was Sie kaufen, die Produkte sind oft absolut identisch.

Das liegt daran, dass Maschinen ausgelastet werden müssen oder Überproduktionen an den Mann gebracht werden müssen. Billiger würde in den Augen der Marketingexperten der Marke schaden. So versieht man sie einfach mit Phantasienamen. Der Inhalt ist gleich.

Schon lange bevor ALDI in die Schweiz kam, hat er mit gewissen Produkten die Migros beliefert.
Ein täglicher Gewissenskampf am Supermarkt-Regal erübrigt sich also. Abgesehen davon, erweisen sie ihren Kindern keinen Bärendienst, wenn sie der Martkenhysterie nachgeben. Leider beginnt ja dieses sinnlose Streben schon im Kindergartenalter. Ja man könnte schon fast sagen von der Wiege bis zur Bahre.

Der Kunde ist der eigentliche Sponsor – nicht die Marke

Sie leisten mit dem Kauf von Markenprodukten mehr als einen Solidaritätsbeitrag an die Gesellschaft. Weiters ermöglichen sie damit nicht nur die Millionensaläre der Topmanager, und Spitzensportler, sondern sind der eigentlich Onkel aus Amerika als Sponsor "ihrer Marke". Es ist ihr Geld ! Oder haben sie sich schon mal überlegt, wer eigentlich ihr privates Hobby sponsert. Leider sind es ja nicht nur Lebensmittel sondern auch technische Haushaltsartikel, die nicht mehr das halten, was der Name verspricht. Alleine im IT-Bereich muss ich das leider tagtäglich erleben. Dazu braucht es nur einen Streifzug durch die Foren, um zu erkennen wie es um die Qualität und Verarbeitung steht.

Die Autokrise zeigt, dass es auch anders geht. Ganze Generationen haben mit einem Drittel der Technik von heute den täglichen Strassenverkehr gemeistert. Denn dort wo man sich wirklich innovativ zeigen könnte, beim Verbrauch und dem Antrieb, sind wir noch meilenwert vom Möglichen entfernt. Und wenn es ans Eingemachte geht, wird ihre jahrzehntelange Treue zu einer Marke mit dem Kündigungsschreiben bedankt.

Zumindest hätte man fürs erste schon schweizweit bei den Markenprodukten mit der Mehrwertsteuererhöhung zur Entlastung der IV beginnen können. Denn für ihre Produkte können die Firmen ja verlangen was sie wollen – es wird gekauft. Das wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen, anstatt wieder ein Jahr zu zuwarten und exklusive die Hotelerie weiter zu bevorteilen. Wo lag also das Problem. Oder es merkt ja sowieso keiner !

Zum Thema :
RTL Online.de – Diese Marken stecken hinter den No-Nameprodukten

16.06.2009

Bundesgericht gibt grünes Licht für Einsatz von Privatdetektiven

Unfall- und Arbeitslosenversicherung, Krankenkassen und andere Sozialversicherer dürfen mögliche Simulanten durch Privatdetektive überwachen lassen. Laut Bundesgericht besteht dafür eine ausreichende gesetzliche Grundlage lautet eine neue Entscheidung.

Damit bewahrheitet sich der Spruch: "Die Kleinen schnappt man, die Grossen lässt man laufen!". Natürlich sind wir nicht so blauäugig zu glauben, dass da und dort keinen Recherchen notwendig sind und es keinen Missbrauch gibt. Nur bedenklich, wenn man wie jüngst im Beobachter nachlesen konnte, immer öfter Versicherungen «verdächtigen» Kunden Detektive auf den Hals hetzen. Viele der Schnüffler arbeiten dilettantisch. Dadurch bringen ihre Berichte Betroffene in Beweisnot.

Schon meine Grossmutter sagte, glaube nicht alles was du siehst. In Wahrheit ist es sicher anders. Umgekehrt, wenn man von einer 6m hohen Hebebühne fällt, dann passiert das sicher nicht ohne körperlichen Folgeschäden. Nach einem Spitalaufenthalt blieb die Erwerbstätigkeit des Mannes nach seinen eigenen Angaben eingeschränkt. Die Schweizerische Mobiliar als Unfallversicherung zahlte ihm in der Folge die Behandlungskosten und Taggelder aus. Ohne Arzt ?

Und plötzlich passierte es, dass diese 2004, gestützt auf einen Bericht eines Privatdetektives, die Leistungen einstellt. Was war passiert. Hat jemand aus dem Umfeld eine anonyme Anzeige erstattet? Hat ein Kassensturz gezeigt, dass man die hohen Direktorengehälter nicht mehr zahlen kann, wenn man weiter so leichtfertig versicherte Leistungen weiterbezahlt? Wir wissen es nicht. Letztendlich wurde nach Ansicht der Versicherung dem Kunden mitgeteilt er hat seine Beschwerden nur simuliert. Entweder hat hier der Reporter geschlampt oder es waren keine 6m.

Das Berner Verwaltungsgericht segnete das Vorgehen der Versicherung im vergangenen August ab. Die I. Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgericht in Luzern hat die Beschwerde des Mannes in ihrer Sitzung nun ebenfalls abgewiesen. Nach Ansicht der Richtermehrheit besteht eine ausreichende gesetzliche Grundlage dafür, dass die Sozialversicherer die Observation möglicher Simulanten durch Privatdetektive in Auftrag geben, wie dies bei der IV schon zulässig ist. Die Berichte der privaten Ermittler seien als Beweismittel verwertbar. (Abriss Bluewin Online.ch)

Was lernen wir daraus. Wir streiten mit halb Europa wegen dem Bankgeheimnis. Heimische Leistungsbezieher müssen laut Sozialversicherungsrecht jedoch einen lückenlosen Kontoauszug beibringen. Begründet mit der Vorschrift im Gesetz über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, wonach die Versicherer die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen hätten. Dazu gehöre die Beweisbeschaffung. Umgekehrt sagen die Datenschützer aber nein zu diesem Vorgehen.

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es ergo nicht dasselbe.
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Wenn Pensionskassengelder wegen der Casino-Anlegermentalität den Bach abgehen und die Rücklagen schwächen, passiert nichts von "Amtes wegen". Dafür fühlt sich niemand verantwortlich. Geschweige dem wird ein Privatdetektiv aufgeboten. Die Zuständigen bleiben rückblickend grossteils ungeschoren. Wo schaut es hier mit dem Beschaffen von Beweisen von Amtes wegen aus? Man bedient sich der Kollektivstrafe und kürzt einfach Pensionen. Vielleicht bringe ich ja etwas durcheinander. Aber irgendwie vermisse ich hiebei die Gesetzesgrundlage, den Gleichheitsgrundsatz.

Umsomehr sich bei der IV in einem ersten Zwischenbericht zu den Sozialinspektoren herausgestellt, dass nur 1 % der Bezieher betrügt. Von wegen Sozialschmarotzern und Betrügern im zweistelligen Bereich. Man rechnet die Betrugssumme auf etwa 50 Millionen hoch. Zur Sanierung der IV gerade nicht die Übersumme, um diese auszugleichen. Oder ist es vielleicht so, der Kopf denkt und der Mensch lenkt. Und manchmal kracht es dann eben.

Tagesanzeiger Online.ch : Wie Reiche Steuer hinterziehen

15.06.2009

Auf dem Weg zur Lohngleichheit: Tatsachen und Trends

Obwohl der Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit seit dem 14. Juni 1981 in der Bundesverfassung verankert ist, ist in der Schweiz die Lohngleichheit von Frau und Mann noch lange nicht erreicht. Eine vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) gemeinsam herausgegebene Broschüre informiert in kompakter Form über die aktuelle Situation, zeigt Fortschritte und noch vorhandene Lohndiskriminierungen auf.

Eine vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebene Broschüre mit dem Titel ,Auf dem Weg zur Lohngleichheit!" gibt einen kurzen, prägnanten Überblick über geschlechtsspezifische Lohndiskriminierungen in der Schweiz. Sie basiert auf einer Studie anhand der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen 1998 bis 2006.(Bildquelle: EBG)

Die gute Nachricht vorweg

Im Tieflohnbereich hat sich die Situation insgesamt verbessert. Markant weniger Frauen wie Männer müssen heute mit tiefen Löhnen unter 3000 Franken netto auskommen. Parallel dazu sind auch die diskriminierenden Lohnunterschiede geschrumpft.Obwohl aber der Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit seit dem 14. Juni 1981 in der Bundesverfassung verankert ist: Die Lohndiskriminierung bleibt Tatsache. Besonders auffällig ist die Lohnschere. 2006 verdienten Frauen in der Privatwirtschaft im Schnitt 24% oder 1747 Franken weniger als Männer. 60% davon sind erklärbar durch Faktoren wie persönliche Qualifikation oder solche, die arbeitsplatz- bzw. unternehmensspezifisch sind. 40% aber sind nicht erklärbar und damit diskriminierend. Frauen verdienen aufgrund des Geschlechts im Schnitt rund 700 Franken weniger Lohn. Verheiratete Frauen verdienen 31% weniger als ihre männlichen verheirateten Kollegen, unter anderem, weil die Jobs für Wiedereinsteigerinnen bzw. Teilzeitbeschäftigte weniger gut bezahlt werden.

Die sogenannte ,gläserne Decke" besteht nach wie vor

Auch Frauen in Top-Positionen sind von Lohndiskriminierungen betroffen, am ausgeprägtesten im Dienstleistungsbereich. Sie müssen nicht nur die höchste Lohndifferenz (31%) hinnehmen, sondern auch den grössten Anteil an nicht erklärbaren, das heisst diskriminierenden Faktoren. Mögliche Gründe dafür können beispielsweise unterschiedliche nicht offen deklarierte Beförderungsanforderungen für Frauen und Männer sein. Der Trend zu mehr erfolgsabhängigen Lohnbestandteilen trägt seinerseits zur Vergrösserung der Lohnungleichheit im oberen Lohnbereich bei. Männer erhielten 2006 im Schnitt 732 Franken mehr in Form von Sonderzahlungen als Frauen.

Ja ist denn schon Weihnachten ?

Zumindest ist bei diesem digital Telegramm aus Bild.de auch ein Handy inkludiert. Wer allerdings die Sponsoren sind, verschweigt man in der Telegrammmeldung.

Neue Hochschule lockt Studenten mit Geschenken

Die neu gegründete Hochschule Rhein-Waal in Kleve will jedem neuen Student, der sich im kommenden Wintersemester einschreibt, ein Handy, ein Laptop und ein Fahrrad schenken. „Hier in der Region wird geradelt und für die Kommunikation in der Hochschule braucht man ein Handy und einen Laptop", erklärt Gründungspräsidentin Marie-Louise Klotz. „Studenten sind Kunden, die man umwerben muss“.

IM: Wenn ich gross bin, möchte ich auch dort studieren !

14.06.2009

21.Juni "Tag des Sonnensschutzes"

Am 21. Juni 2009 findet in der Schweiz erstmals der Tag des Sonnenschutzes statt. Die Krebsliga unterstützt das Bestreben des Schweizerischen Kosmetik- und Waschmittelverbands (SKW) an diesem Tag das Thema Sonnenschutz intensiv zu thematisieren. Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.tag-des-sonnenschutzes.ch/ (Zeitung)
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Spenden Sie für die Krebsliga Schweiz

Wir vom IM empfehlen Ihnen als selbst Betroffene, die Seiten der Krebsliga Schweiz zu besuchen. Unterstützen Sie diese im Kampf gegen Krebs. Bitte wählen Sie unten die Art Ihrer Spende und den Betrag, den Sie ausgeben möchten.
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Näheres auf den Webseiten der

12.06.2009

Ja ist denn morgen schon Ostern ?

Die Spatzen trällerten es ja schon von den Dächern. Jetzt hat er es offiziell verkünden lassen. Er tritt per Oktober von der politischen Bühne des Bundeshauses zurück. Ob mit dem 67-jährigen Pascal Couchepin der letzte starke Mann aus der Regierung zurücktritt, wird die Zukunft weisen. Zumindest hinterlässt er die ein oder andere Baustelle, an der sich seine Nachfolger und Kollegen künftig messen werden müssen.

Sicher hätten wir mit dem original Beckenbauerspruch den heutigen Beitrag betiteln können. Aufgrund der unausgebrüteten Eier passt aber Ostern besser. Erst dieser Tage legte er noch mit der Verschiebung der Mehrwertssteuererhöhung zur Sanierung der IV noch schnell ein Kuckucksei.
Den im Gegenteil zur österlichen Auferstehung, wird es nicht so schnell zu einer Erholung der heimischen, wie auch der Weltwirtschaft kommen. Dazu haben wir ja gestern unseren Kommentar verfasst. Im Gegenteil. Die Mehrwertssteuererhöhung darf man nicht solange rausschieben, nur weil zwei Verbände diese Meinung vertreten. Das Gesundheitswesen wird weiter kränkeln, wenn es nicht gar ins Koma verfällt. Die Vorlage im letzten Moment zurückzuziehen ist politisch, wie verfassungsmässig äusserst bedenklich.

Als unabhängiger Blog ersparen wir uns irgendwie geartete politische Nachrufe. Zu gross sind die Entbehrungen der Betroffenen, die jetzt die Suppe auslöffeln müssen. Das überlassen wir lieber den Medien und Parteifreunden.

Wir sehen in dem Rücktritt lediglich einen Chance zu einer auffrischenden Bluttransfusion im Bundesrat. Insbesondere an die Seite von Frau Leuthard einen innovativen neuen Mann oder Frau, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Medial und parteipolitisch ist ja die Schlacht um den vakanten Bundesratposten schon voll entbrannt. Ob darunter allerdings ein Ronaldo der Politik zu finden sein wird, der alle verschobenen und aufgehobenen Probleme des Departements lösen wird, eigenständig und ohne Einflüsterer aus den Wirtschaftsverbänden, steht in den Sternen.

Gerne würden wir etwas Positives zum Rücktritt von Herrn P. Couchepin verfassen. Trotz intensivster Recherchen fanden wir jedoch keinen Geniestreich des Bundesrates. Ausser, dass er in seiner Zeit als Bundespräsident die Schweiz würdig vertreten hat. Damit ist aber den Kranken und Behinderten in der Schweiz wenig geholfen.

Wende in letzter Minute


Weitere Korrektur der IV-Vorlage


Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe doch auf morgen. Die Wirtschaftskommissionen von Stände- und Nationalrat wollen den befristeten Mehrwertsteuerzuschlag für die Invalidenversicherung nun doch um ein Jahr auf Anfang 2011 verschieben. Am Termin des Urnengangs vom 27.September 09 ändert sich nach dem derzeitigen Stand nichts. Volksabstimmung jetzt – Inkraftsetzung später.

Einmalige

Das eine Vorlage nach Ansetzung des Abstimmungstermins wieder zurückgezogen wird, wie dies der Bundesrat für die IV-Sanierung erwägt, hat es in vergleichbarer Situation noch nie gegeben. Die Abstimmung welche auf den 17. Mai angesetzt hatte, wurde schon verschoben. Der Bundesrat wollte bei der Vorlage zur IV-Zusatzfinanzierung nochmals über die Bücher gehen. Auch eine Kompensation der Mittel für die IV aus der Bundeskasse erwies sich als Problem. Jetzt neuerlicher Wechsel der bundesrätlichen Meinung. Er unterstützt die von Parlamentskommissionen geforderte Verschiebung des Mehrwertsteuerzuschlags. Das Parlament dürfte dem Plan zustimmen.

Wirtschaftsverbände

Als Goddie durfte sich die Wirtschaft in Form ihrer Verbände hinter die Abstimmungsvorlage vom 27. September stellen. Economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband reagierten zufrieden. Die beiden Verbände hatten stets erklärt, sie befürworteten die Vorlage für die IV-Sanierung inhaltlich. Economiesuisse lehnte aber eine Steuererhöhung mitten in der Rezession ab, und der Gewerbeverband drängte darauf, den Unternehmen mehr Zeit für die Umstellung zu geben. Ergo – ohne die beiden läuft anscheinend nichts. Allen Widrigkeiten zum Trotz.

Der Verein Behinderten- und Gesundheitsorganisationen Schweiz «pro IV» hat schon früher bedauert, dass der Bundesrat die Abstimmung über die IV-Zusatzfinanzierung verschiebt. Der Entscheid trägt nichts zur Lösung der anstehenden Probleme bei, sondern lässt sie weiter wachsen. Es wird sich zeigen, wie verantwortlich dieses Vorgehen ausgerechnet für die Sozialversicherung während der Wirtschaftskrise letztendlich auswirkt, oder sie nicht komplett finanziell abstürzt. Die Leidensgeschichte der IV-Vorlage nimmt somit in letzter Minute eine weitere neue Wende.

Können wir uns heute weiterhin auf die IV verlassen

Eine Behinderung ist nicht leicht wegzustecken. Es braucht eine oft schmerzliche Anpassung der Betroffenen und ihrer Familien an die neue Situation. Eine Behinderung ist meistens auch mit erheblichen Kosten verbunden. Wir alle sollen auf die Leistungen der IV zählen können, wenn wir diese brauchen. Mit einer überschuldeten IV besteht die Gefahr, dass die IV keine Leistungen erbringen kann, wenn sie gebraucht wird.

Jedoch aus heutiger Sicht wählten die verantwortlichen Politiker und Verbände einen riskanten Weg, wobei noch niemand weiss, wie lange die Wirtschaftskrise wirklich dauern wird und es ab 2010/11 wirklich wieder bergauf geht. Dann schmerzt doppelt .

Menschen mit einer Behinderung sind auf die IV dringend angewiesen

Die IV unterstützt Betroffene dabei, mit ihrer Behinderung zu leben. Sie hilft ihnen bei der Arbeitssuche, sie finanziert Ausbildungen, Umschulungen und Hilfsmittel. In schweren Fällen bezahlt sie Renten. Sie sichert damit den Lebensunterhalt von Menschen, die wegen ihrer Behinderung nicht oder nur teilweise selber für sich aufkommen können. Geben wir auch ihnen einen Chance, am vielzitierten Aufschwung teil zu haben.

Zum Thema:

Bundesrat stimmt der Verschiebung zu